| FastCounter
by LinkExchange |
|||
| Visits seit 1.3.2000 |
|||
![]() |
Der 11. September und die Linke Der ultimative
Antiimperialismus Günter Langer |
||
|
Der ultimative
Antiimperialismus als ideologisches
Ferment für den Umschlag von der symbolischen zur tatsächlichen
"Intervention" (Ulrike Meinhof). Die Monstrosität der Aktion vom 11.9. war derart, dass sich öffentlich niemand auf der Linken mit ihr hätte identifizieren können. Dies blieb ex-linken Guerilleros wie Horst Mahler vorbehalten, der den "Luftschlag" als antiimperialistische Großtat feierte. Mahler behauptet darüber hinaus lauthals, seinen antiimperialistischen Prinzipien aus 68er Zeiten bzw. der RAF treu geblieben zu sein. Die Querfrontstrategen auf der Rechten stimmen ihm begeistert zu. Ist Mahlers Behauptung nur absurd oder steckt in ihr auch ein Körnchen Wahrheit? Wie sah die Imperialismusanalyse der 68er bzw. der RAF eigentlich aus? Unterschied sie sich von dem, was später Autonome, Antiimps, PDS, Soligruppen und Antideutsche zur Grundlage ihrer Politik machten? Kurz, wo liegen also Ähnlichkeiten zwischen linken und islamistisch-neofaschistischen Positionen in der Imperialismustheorie vor und wo unterscheiden sie sich? Beschreibt Mahlers "Ostküste", Osamas "Kreuzzügler und Juden" dasselbe Phänomen wie der in der Linken gebrauchte Terminus "Imperialismus" oder der in allen Lagern gern benutzte Begriff des "Hauptfeinds"? Entspricht die Personifizierung des Gegners dem Diktum des faschistischen Vordenkers Carl Schmitt zur Voraussetzung von Politik und wird damit selbst zu dem, was es vorgibt zu bekämpfen? War bzw. ist die Analyse der objektiven Verhältnisse nur die Folie für die Einschätzung subjektiver Handlungsweisen? Worin unterschied sich die Persönlichkeit eines Mohamed Atta (Al Qaeida?) von der eines Holger Meins (RAF), von der eines Wilfried Böse (RZ), von der eines Georg von Rauch (2. Juni) oder der von Mitgliedern der Antiimperialistischen Zellen (AIZ)? Worin bestehen/bestanden die Unterschiede bei der Einsetzung des eigenen Körpers als politisches Mittel, als Waffe (Todesfasten versus Bombe)? Hatten sie differenzierte Weltbilder oder unterlagen sie einer manichäischen Reduktion ("Mensch oder Schwein")? Ließe sich Attas Tat auch mit Franz Fanon erklären, gibt es die von einigen Kommentatoren behauptete Parallelität zwischen Che Guevara und Osama bin Laden? Hat die Linke, wie auf dem Rosa-Luxemburg-Kongress am 12.1.02 von einem jw-Redakteur behauptet wurde, auf den 11.9. zu negativ reagiert, hätte sie feiern sollen? Welche Rolle spielt der Antisemitismus gestern und heute, hier und dort, wo gab es dabei Überschneidungen zwischen links und rechts? Wie kam es zum Attentat auf das Jüdische Gemeindehaus im Frühjahr 1970, zur Selektion jüdischer Passagiere im entführten Flugzeug in Mogadischu, zur Islamisierung der AIZ, zum Attentat gegen die Synagoge in Düsseldorf, zur Ignoranz gegenüber islamistisch inspirierten Terrors? Weshalb gibt es ein so verbreitetes Verständnis in der deutschen Öffentlichkeit bezüglich der islamistisch begründeten Kampfesweise gegenüber den USA und Israel, das davon ausgeht, beide Staaten hätten so viele Verbrechen begangen, dass sie sich jetzt nicht wundern dürften, "the chickens coming home to roost" (Malcolm X)? Muss das Verhältnis von Metropole und Peripherie im Sinne der Globalisierung, der "One World", des "Empire" (Negri) völlig neu überdacht werden, nachdem die Option des Übergangs zum "Sozialismus in einem Lande" (Lenin-Stalin), der "Foci" im Tricont (Guevara-Debray) der Sieg des "Weltdorfs gegen die Weltstadt" (Mao-Lin Biao) endgültig gescheitert ist? Welche Rolle kommt der Verzichtsethik zu im Gegensatz zum Hedonismus? Wo liegen die Chancen der Linken? Der 11. September hat mehr als genug Fragen aufgeworfen. Wir sollten darüber sprechen. Freitag, den 15. Februar 2002, 20.00 Uhr im Blauen Salon des Mehringhofs, Gneisenaustr. 2a, Berlin-Kreuzberg, geht's los. Empfohlene Links:Imperialismus-Globalismus-Diskussion auf SDS-Website Spektakel
im Empire Wer stets das Gute will... weitere: Frantz FanonRacism and Culture (originally delivered as an address before the first Congress of Negro Writers and Artists, held in Paris in September 1956) Der Krieg in Algerien und die Befreiung des Menschen (El Moudjahid Nr. 31, 1. Nov. 1958)
Gaston
Salvatore & Rudi Dutschke Internationaler
Vietnam-Kongreß Rudi Dutschke Haschrebellen Rote Armee Fraktion Guerilla, Widerstand und antiimperialistische Front in Westeuropa
(1982) Im
Gehirn der Terroristen der antiimperialistische kampf ist insbesondere eine auseinandersetzung mit dem us-imperialismus (AIZ) Autonome
Kritik an den Antiimps und IWF-Kampagne von 1986-88 Drei
zu Eins: Klassenwiderspruch, Sexismus und Rassismus „Der Imperialismus befindet sich in einem langwierigen und unaufhörlichen Todeskampf." (III. Plenarsitzung der PCP-MPP Perus, Leuchtender Pfad). ...Die Angriffe auf das World Trade Center und das Pentagon haben
bei einigen Leuten eine klammheimliche Freude aufkommen lassen... KPD International Leninist Current/Revolutionär Kommunistische Liga
: Wieder
mal eine Weltrevolution
|
||
|
Jegliche
Inhalte, die hier veröffentlicht werden, bleiben Eigentum der Autorin/
des Autors. Die Veröffentlichung erfolgt vornehmlich zu
wissenschaftlichen und dokumentarischen Zwecken. Soweit nicht anders
vermerkt, können und sollen die Inhalte weiterverwertet werden. Die
Redaktion übernimmt keine Gewähr für die Inhalte, sie behält sich
diesen Haftungsausschluss vor. Weitere rechtliche Hinweise |
||
| home |
|