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Martin
Jander/Rainer Maischein Renationalisierung
gegen westliche Demokratie Anmerkungen zu einer Rede Bernd Rabehls
vor einer pflichtschlagenden Burschenschaft und ihrem Kontext: "Ein Volk ohne Kultur kann zu allem verleitet
werden" Als der ehemalige KPD-Funktionär Günter
Bartsch 1975 in einem Buch über die neonazistische Szene der Bundesrepublik
Bernd Rabehl und Rudi Dutschke ein eigenes Kapitel widmete und die politische
Position der aus der DDR geflohenen SDS-Wortführer mit den Worten "auf
der Schwelle des Nationalismus" umschrieb, wurde das bei vielen
Linken kaum wahrgenommen. Ältere Kritiken an der Studentenbewegung, wie z.B.
Richard Löwenthals 1970 publizierte Schrift über Wege und Irrwege einer
rückwärts gewendeten Revolution, wurden wegen ihrer sozialdemokratischen
Kritik an Stalinismus und Linksradikalismus überhaupt nicht rezipiert. Erst als Rudi Dutschke in den 70er Jahren
öffentlich von der Aktualität der deutschen Frage sprach, begann eine
Auseinandersetzung. Trotzdem drangen die möglichen antidemokratischen Impulse
ehemaliger SDS-Prominenz - trotz Wolfgang Kraushaars Artikel über Rudi
Dutschke und die Wiedervereinigung aus dem Jahr 1992 - nicht recht ins
öffentliche Bewußtsein. Rechte Vordenker dagegen - wie z.B. Henning Eichberg
- griffen den von Bartsch und Kraushaar bereits diagnostizierten
nationalrevolutionären Duktus und die damit verbundenen Ziele begeistert auf.
Da eine öffentliche Auseinandersetzung mit
den antiliberalen Elementen der 68er Bewegung bislang nicht begonnen hat,
glaubten auch viele Freunde, Schüler und Bekannte des Soziologen Bernd Rabehl
zunächst nicht, daß der Mitstreiter Dutschkes eine Rede gehalten hatte, in
der er vor der "Überfremdung" der Bundesrepublik warnte.
Manche hielten den Text sogar für eine Fälschung. Sie haben sich geirrt. Am 6. Dezember vergangenen Jahres sprach
Rabehl vor der sich selbst als "pflichtschlagend"
bezeichnenden Verbindung Danubia über Geschichte und Aktualität
nationalrevolutionären Denkens in Deutschland. Der Text wurde später in der
rechtsradikalen Zeitschrift Junge
Freiheit dokumentiert (Nr. 51/98, S. 5).
Zwar protestierte Rabehl gegen diesen Abdruck, er habe die Zeitschrift nicht "autorisiert",
Inhalt und Ton der Rede bestätigte er jedoch ausdrücklich. Rabehl hatte die Rede am 6. Dezember frei
gehalten. Der ebenfalls mitdiskutierende Horst Mahler hatte sein Tonband
eingeschaltet. In Mahlers Sekretariat wurde die Rede später abgeschrieben.
Den verschriftlichten Redetext überarbeitete Rabehl und verteilte ihn an
Freunde, auch an Mahler. Der gab ihn an die Junge Freiheit. So kann es nicht wundern, daß Rabehls
Text im Kontext der Aktivitäten Horst
Mahlers interpretiert wird. Er selbst beteuert, daß er weder inhaltlich noch
organisatorisch mit dessen Anliegen etwas gemein habe. Mahler habe ihn
hereingelegt, ein Abdruck in der rechtsradikalen Zeitschrift sei zwischen
ihnen nicht verabredet worden. "Nationale
Sammlungsbewegung" Der ehemalige RAF-Mitbegründer Mahler,
das zeigen seine letzten Veröffentlichungen und Aktivitäten, will Rabehls
Rede für eine "nationale Sammlungsbewegung" nutzen, die "absolut
offen sein" soll: "Vordringlichstes Ziel: Es muß die
Staatsbürgerschaftsnovelle verhindert werden.(...) Jeder der doppelte
Staatsbürgerschaften verhindern will, von Bayerns Ministerpräsident Stoiber
bis zum Ex-NPD-Chef Deckert, kann mitmachen. Über Staatsbürgerschaftsrechte
muß allein das Volk entscheiden, nicht die staatstragenden Parteien oder der
Zentralrat der Juden." Dies aber soll erst der Anfang sein, wie
aus einem von Mahler mit Günter Maschke und Reinhold Oberlercher verbreiteten
Thesenpapier hervorgeht. Angestrebt wird eine Verbindung der "neuen
Linken" mit der angeblich "neuen Rechten". Gekämpft
werden soll gegen die "Fremdherrschaft über das deutsche Volk"
sowie gegen die "globalimperialistische Kapitalherrschaft über die
Völker der Welt". Die Studentenbewegung 1968 sei "weder für
Kommunismus noch für Kapitalismus, weder für drittweltliche oder östliche
noch für westliche Wertegemeinschaft" aufgestanden, sondern allein "für
das Recht eines jeden Volkes auf nationalrevolutionäre wie
sozialrevolutionäre Selbstbefreiung." Gerade so als reichte diese
Selbstverortung der Autoren noch nicht, fügen sie hinzu, sie stünden nicht
für "irgendeine Parteipolitik, für Parlamentarismus, für rot grüne Regierungskoalitionen,
für Demokratie als politischen Kapitalismus, und erst recht haben wir nichts
zu schaffen mit Liberalismus, Konservativismus oder Sozialismus im Sinne
einer Klassenherrschaft innerhalb der bürgerlichen Gesellschaft." Mitautor Reinhold Oberlercher hat es 1994
bereits auf den Punkt gebracht. Ihm geht es um eine "die
Reichsfundamente erneuernde Kulturrevolution", die eine "Renationalisierung
der deutschen Lande" gegen die "westliche Wertegemeinschaft
anstrebt." Angestrebt wird also eine deutsch-völkische
antidemokratische Kulturrevolution, die Mobilisierung gegen die Reform des
Staatsbürgerrechts soll ihr Anfang sein. "Überfremdung"
Die Rede Rabehls vor der Burschenschaft
läßt sich in einem solchen Kontext nutzen, auch wenn ihr Autor dies nicht
will. Ihr erster Teil, im Originalmanuskript mit
"Denkverbote" überschrieben, beginnt mit Rabehls Behauptung,
eine linke Zeitschrift habe berichtet, er habe in Prag eine Rede über die
Idee der "nationalen Revolution" in der Studentenbewegung
gehalten. Dies sei falsch, er sei seit fünfzehn Jahren nicht mehr in Prag
gewesen. Rabehl deutet die Meldung als Bestandteil
der Politik einer "antifaschistischen Linken", die
wesentliche "nationale Fragen" tabuisieren wolle. Vor allem
solle verschwiegen werden, daß "in Zentraleuropa ein
Friedenszeitalter sich dem Ende zuneigt", die - nach dem Ende des
Kalten Krieges - nach Europa einwandernden Flüchtlingsströme, vor allem aber
die mit ihnen reisenden "Partisanenformationen", nutzten
angeblich die europäischen Länder und Deutschland als "strategische
Rückzugs- und Versorgungsgebiete" um sich auf die Kriege in ihren
Heimatländern vorzubereiten. Dies gehe einher mit "illegalen
Geschäften, Drogenhandel, Bestechung, Korrumpierung von Polizei und Behörden,
illegalem Menschenhandel (...)." All dies träfe nicht nur auf die
Kurden und die PKK zu, verschiedenste "Gruppen, Partisanenverbände
und religiöse Gemeinschaften aus Nahost, Nordafrika, asiatischen Ländern,
Türkei, dem ehemaligen Jugoslawien, Rußlands" verhielten sich
ähnlich. Es sei - so Rabehl - also nicht der Fremdenhaß der Deutschen, der
ihre Vorbehalte gegen die Fremden erkläre. Es sei das Verhalten der
Einwanderer selbst, die die deutsche Gesellschaft für ihre "Sonderinteressen"
nutzten, das den Fremdenhaß erst hervorbringe. Das "Problem der
Überfremdung und der Auflösung einer nationalen oder städtischen Kultur soll
in Deutschland nicht thematisiert werden. Die Antifa-Linke steht hier bewußt
in einem Bündnis mit bestimmten Medien im In- und Ausland, die deutsche
Kulturintelligenz in die Schuldfrage der Verbrechen im Zweiten Weltkrieg
einzubinden." Diejenigen, die eine Thematisierung dieser "deutschen
Frage" blockierten, würden - so Rabehls - "auch die
herrschenden Machteliten handlungsunfähig" machen. "Nationale Befreiung" Im zweiten Teil der Rede mit der
Überschrift "Aufbrüche" behauptet Rabehl, daß die "nationale
Frage bereits in den 60er Jahren eine Rolle bei der Konstituierung einer
neuen Opposition" spielte. Sie sei immer "antiamerikanisch"
und "antirussisch" gewesen. Er selbst und Rudi Dutschke,
jugendliche Teilnehmer am Volksaufstand des 17. Juni in der DDR, hätten schon
früh begriffen, "daß im Osten sowjetische Herrschafts- und
Ausbeutungsformen installiert blieben." Seine und Dutschkes
intellektuelle Auseinandersetzung mit politischer Theorie habe darin
bestanden, zu den "nationalen Grundlagen von Sozialismus, Freiheit
und Unabhängigkeit" zurückzufinden. So hätten sie später auch die
Plattform von Wolfgang Harich u.a. gelesen. Noch später hätten die Fluchthelfer
Dutschke und Rabehl die deutsche Teilung schmerzlich empfunden und in ihrer "Solidarität
mit Vietnam", die "Ziele einer nationalen Befreiung
auf Deutschland übertragen." Die Proteste gegen die amerikanische
Kriegspolitik seien wichtige Motoren der antiautoritären Bewegung geworden.
Es habe gar erste Anzeichen einer "deutsch deutschen Revolte gegen
die bestehenden Ordnungen" gegeben. Der "Internationalismus
trug die Farben nationaler Empörung" schreibt Rabehl und macht das
vorwiegend am Vietnamkongreß in Berlin 1968 fest. Der habe unter der
Zielsetzung gestanden, "Keimformen einer europäischen Befreiungsfront
zu legen, um die Großmächte und ihre Kollaborateure aus Zentraleuropa
zurückzudrängen." SED, SEW, Geheimdienste u.a. hätten alles daran
gesetzt dieses Projekt zu verhindern. Mit dem Anschlag auf Dutschke sei die "Führerpersönlichkeit
und Motor der Radikalopposition" angeschossen worden, der eben
diesen Kampf symbolisiert habe. Die "innere Einheit der
Opposition" sei hieran zersprungen. "Bündnis mit
Konservativen und Nationalen" Im dritten Teil der Rede, mit der
Überschrift "Neubeginnen", referiert Rabehl die Absichten,
die Dutschke in den 70er Jahren mit seinen verschiedenen Aufsätzen zur "nationalen
Frage" verfolgte. Dutschke habe diese Debatte angezettelt, weil er
die Niederlage der APO verursacht sah, "unter anderem auch deshalb,
weil nationalrevolutionäre Ziele aufgegeben worden waren." Nicht
zufällig im Zusammenhang mit der Ausbürgerung Wolf Biermanns und der
Verhaftung und späteren Übersiedelung Rudolf Bahros habe Dutschke zu dieser
Frage geschrieben: "Die nationalrevolutionäre Rückbesinnung konnte
Mittel sein, die Opposition aus der Zerrissenheit und dem Sektenzustand
herauszuführen und tatsächlich Einfluß zu nehmen auf den laufenden
Zerfallsprozeß der DDR." Die SED habe die Sprengkraft dieses
Konzepts klar erkannt, die Akten über den Bahro-Kongreß und Rudi Dutschke
belegten das. Dutschke habe damals bewußt versucht, die bundesrepublikanische
APO im Konstituierungsprozeß der Grünen "bündnisfähig zu machen mit
konservativen und nationalen Gruppen." Sein früher Tod habe dazu
geführt, daß dieses Konzept nicht aufging, die Grünen seien nun zum
Auffangbecken traditioneller Linker und junger Karrieristen geworden, die
konservativen Kräfte habe man mit verheerenden Folgen herausgedrängt: "Bei
der deutschen Wiedervereinigung spielte diese Partei deshalb auch keinerlei
Rolle." "Agonie und
Anomie" Im vierten Teil der Rede mit der
Überschrift "Abgesang" behauptet Rabehl, daß die
Politik der Reeducation der "amerikanischen
Deutschlandspezialisten" in Deutschland großen Erfolg gehabt hätte: "So
wie es keine Klassen- und Arbeiterkultur mehr gibt, so existiert in
Deutschland kaum noch eine nationale Identität." Dies sei auch der
Grund, warum politische Konzeptionen, die sich auf die nationale Frage
beriefen, gescheitert seien. Deutschland werde politisch von außen geprägt,
es dominiere das Bild der multikulturellen Gemeinschaft, das "nirgendwo
auf der Welt", weder "in Kapstadt, New York, Peking, Moskau
oder Rio de Janeiro" funktioniere. Nun aber müsse sich das deutsche
Volk dies gefallen lassen: "Ein Volk, eine Mischung aus Masse,
Konsument, Käufer, Klientel, muß sich das bieten lassen, denn es besitzt
keinerlei Kraft mehr, eigene Interessen zu formulieren." Die Eliten
hätten ihre Verantwortung delegiert, agierten als Cliquen und verhielten sich
als "Dilettanten", die einfach nur an der Macht bleiben
wollten. Die Wahlen würden manipuliert, die angebliche Ausländerintegration
sei nur dazu da, der jeweils herrschenden Partei Stimmen zu verschaffen,
früher "die Kasachstandeutschen für die CDU, jetzt die bunten Völker
der Türken und Nordafrikas für Grüne und SPD." Die europäische
Vereinigung werde darüber hinaus von ihr schön geredet und die "Kriegsvorbereitungen
in Jugoslawien und Nahost" verharmlost. Durch die Einbindung der
Grünen in die Regierung habe die Friedensbewegung an Substanz verloren. In
den 60er Jahren hätten die Amerikaner Pläne aufgeben müssen, die Bundeswehr
nach Vietnam zu schicken: "Jetzt kann deutsches Kanonenfutter wieder
eingesetzt werden. Aber die Kulturintelligenz und die Parteieliten reden
nicht darüber. Der Schuldpranger der deutschen Verbrechen im Zweiten
Weltkrieg soll alle kommenden Verbrechen überdecken, und ein Volk ohne Kultur
kann zu allem verleitet werden, zumal es von Eliten beherrscht wird,
die von außen geprägt werden und keine innere Verantwortung
tragen." "Aggressor
USA" und "Kriegstreiber Israel" In Reaktion auf die Berichterstattung der
tageszeitung erklärte Rabehl in einem - bislang nicht abgedruckten -
Leserbrief gut gelaunt hierzu, er habe selten "derart
personenidentisch gesprochen und geschrieben." Die Darstellung als
APO-Opa verharmlose ihn freilich, der Vorwurf des völkischen Nationalismus
dagegen sei eine Denunziation. Außerdem bestätige die aktuelle weltpolitische
Entwicklung seine Darstellung. Der "Aggressionskrieg" der
USA im Irak signalisiere den "absoluten Herrschaftsanspruch einer
Großmacht und einer Weltordnung, in der das Völkerrecht, UN-Sicherheitsrat
und die NATO den Interessen einer Supermacht subsumiert sind." Für
die kommenden Kriege im Nahen Osten, Jugoslawien und Rußland laufe seit
langem eine Mobilisierung zur Rechtfertigung und Finanzierung. Auch der "Staat
Israel braucht für seinen Krieg gegen die arabischen Völker, gelingt es nicht
doch noch die Kriegstreiber zu bremsen, die bedingungslose Unterstützung
Europas und der USA." Ein Einsatz der Bundeswehr auch in diesen
Kriegen sei nicht mehr auszuschließen. Durch den neuen Außenminister Fischer
in der Regierung Schröder, sei die deutsche Friedensbewegung geschwächt und
könne solche Einsätze nicht mehr - wie in den vergangenen 30 Jahren -
verhindern. Pamphlet Der Text Rabehls kann vor allem deshalb
für eine "nationale Sammlungsbewegung" benutzt werden, weil
er - sein ursprünglicher Titel lautete "Nationalrevolutionäres Denken
im antiautoritären Lager der Radikalopposition zwischen 1961/1980" –
keine historisch bemühte Darstellung ist. Auch eine politologische oder
soziologische Analyse, etwa zur Frage kulturell oder ethnisch bestimmter
Konflikte in der Bundesrepublik oder zu ihrer Außenpolitik liegt hier nicht
vor. Der Autor experimentiert auch nicht mit verschiedenen Sichtweisen, um
Probleme schärfer zu fassen. Er scheint schlicht seinen Aggressionen freien
Lauf zu lassen. Es handelt sich um ein zeilenweise nur
schwer erträgliches Pamphlet, in dem Rabehl angeblich existierende politische
Tabus der bundesrepublikanischen Politik attackiert. Der Text ist durchgängig
in einer existentiellen und gewalttätigen Sprache formuliert. Der Soziologe
selbst sieht sich im Kampf gegen "Überfremdung", die "antifaschistische
Linke" und "Denkverbote." Jede der von ihm aufgestellten
Behauptungen – angefangen von der angeblichen "Überfremdung"
der Bundesrepublik über den "Aggressionskrieg" der USA im
Irak und den "Kriegstreiber" Israel - ist nicht nur falsch,
sondern signalisiert darüber hinaus eine Vorurteilsebene, die man bei einem
Professor nicht unbedingt erwartet. Der Soziologe spricht sich in die Rolle
eines konservativen Revolutionärs hinein, der sein Volk wachrütteln will, das
sich von angeblich amerikanisch manipulierten Eliten befreien muß. Völkischer
Nationalismus Insbesondere ist die Rede gekennzeichnet
von der Vorstellung, die Nation sei eine Abstammungs- bzw. kulturelle
Schicksalsgemeinschaft. Anders läßt sich gar nicht verstehen, wie Rabehl zu
der Auffassung gelangt, nach dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik
existiere überhaupt noch eine "deutsche Frage". Da von
Grenzen und verlorenen Gebieten hier nicht die Rede ist, können nur
kulturelle Phänomene gemeint sein. Da der Autor multikulturelle
Gesellschaften überall auf der Welt explizit für unmöglich hält und
Deutschland bereits für "überfremdet" - Rabehl sieht die
Anwesenheit von Einwanderern in Deutschland gar als "Besetzung"
-, muß man davon ausgehen, aber das wird nirgendwo explizit formuliert, daß
Rabehl sich den Zusammenhalt einer Gesellschaft nur als
"Volksnation" vorstellen kann, in der sich alle Bürger durch
gleiche kulturelle bzw. ethnische Herkunft auszeichnen. Nicht die Anwesenheit
auf dem Territorium der Bundesrepublik Deutschland und die Übereinstimmung
mit ihrer Verfassung bestimmen den Staatsbürger, sondern seine
völkisch-kulturelle Herkunft. Entweder ist ihm der ganze Hintergrund der
gegenwärtigen Bemühungen um eine Reform des Staatsbürgerschaftsrechts
entgangen, oder er hält die damit verbundene Erweiterung des
Abstammungsprinzips (ius sanguinis) durch das Territorialprinzip (ius soli)
für Unsinn. Rabehl diskutiert auf dieser Ebene aber
nicht. Seine Formulierungen über den Krieg in den Großstädten lassen jedoch
vermuten, daß er sich lediglich kulturell und ethnisch homogene
Gesellschaften vorstellen kann. Was sollten die Formulierungen von der "Überfremdung"
oder der "Zerstörung" nationaler Identität auch sonst
bedeuten? Verordnete Demokratie Ein weiteres wesentliches Charakteristikum
der von Rabehl vorgetragenen Rede liegt in ihrerVerachtung für die
parlamentarische Demokratie in Deutschland nach 1945 und insbesondere für
ihre Entstehung als verordnete Demokratie. Diese parlamentarische Demokratie der
Bundesrepublik konnte nach dem Nationalsozialismus nur durch Zwang von außen
entstehen, weil der Nationalsozialismus bekanntlich von den alliierten Armeen
zerschlagen worden war. Der deutsche Widerstand war einsam, unentschlossen
und isoliert. So fielen die Überlebenden der KZs und der Zwangsarbeitslager
amerikanischen, britischen und russischen Soldaten um den Hals und nicht etwa
deutschen Widerständlern. Die Alternativlosigkeit einer daraufhin in
den westlichen Besatzungszonen durch USA, Großbritannien und Frankreich
verordneten und erzwungenen Demokratie, gerade auch angesichts der in der
sowjetischen Besatzungszone entstehenden realsozialistischen Diktatur, interessiert
aber den Soziologen und DDR-Flüchtling Rabehl nicht. Er mag nicht erkennen,
daß diese Besatzung eine Befreiung war. Statt dessen geißelt er ausgerechnet
die Politik der "amerikanischen Deutschlandspezialisten",
die Reeducation. Sie hat angeblich die nationale Identität der Deutschen
zerstört. Seiner Argumentation liegt damit die
Vorstellung zu Grunde, daß 1945 eine nationale Identität existiert hätte, an
die man umstandslos hätte anknüpfen können, wenn sie nicht von amerikanischer
Politik zerstört worden wäre. Dieses von Rabehl verwendete Geschichtsbild ist
von konservativen und rechtsradikalen Kritikern der bundesrepublikanischen
Demokratie immer wieder verwendet worden. Dieses Bild ist im Kern für ihre
Politik so wichtig, weil damit Auschwitz und der Vernichtungskrieg als
Ereignisse interpretiert werden können, die ohne Belang für Gesellschaft,
Kultur und Politik nach 1945 sind. In der Argumentation rechter und
konservativer Kreise hat diese Argumentation aber noch eine weitere Funktion.
Insbesondere den Vertretern der "Kritischen Theorie", den aus
Deutschland emigrierten jüdischen Wissenschaftlern, Rabehl nennt sie die "amerikanischen
Deutschlandspezialisten", die damals die Regierung der USA beraten
haben, wird von diesen Kritikern angelastet, sie seien es, die den Deutschen
einen Schuldkomplex aufschwatzten. Die Argumentation enthält also einen
deutlich antijüdischen Subtext. Nationalkommunistische
Dissidenz Viele Freunde, Bekannte und Schüler von
Rabehl wollen nicht glauben, was er geschrieben hat. Er selbst hält den
Vorwurf "völkischen Nationalismus" zu propagieren für reine
Denunziation und verweist auf die Passage in seinem Pamphlet, in dem es
heißt, Rudi Dutschke und er hätten versucht, zu den "nationalen
Grundlagen von Sozialismus, Freiheit und Unabhängigkeit"
zurückzukehren. Diese Grundlagen werden dann nicht weiter
erläutert. Der Leser erfährt zur Rabehlschen Traditionsbestimmung in seinem
Pamphlet lediglich, die Intelligenz - und dafür stünden Harich, Rabehl und
Dutschke - habe nach dem Krieg die "Erbschaft der
Arbeiterbewegung" zu übernehmen gehabt. Eine Auseinandersetzung mit
den Deutschland- bzw. Demokratiekonzeptionen von Harich u.a. und ihrer
Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus fehlt. Sie aber könnte
erklären, wie ein linksradikaler Kapitalismuskritiker - als der Rabehl immer
galt - auf die Seite völkischer Demokratiefeinde rücken kann. Nicht umsonst
bezeichnen Kritiker diese Rede als "national-bolschewistisch". Die SED selbst erklärte die Notwendigkeit
des Sozialismus nach dem Krieg mit dem Faschismus. Als seine wesentliche
Ursache sah sie den Kapitalismus an. Arbeiterklasse und Arbeiterbewegung
waren ihre ersten Opfer. Mit der Beseitigung des Kapitalismus in der DDR,
waren - im Verständnis der SED - die wesentlichen Ursachen des
Nationalsozialismus beseitigt worden. Die bundesrepublikanische Demokratie
betrachte die SED als Restauration des Kapitalismus, die eine Wiederkehr des
Faschismus einschließen könnte. Diese Restauration hatte in ihren Augen zu
einer Unterwerfung eines Teils des deutschen Volkes und insbesondere seiner
Arbeiterklasse unter die Interessen des "angloamerikanischen
Imperialismus" geführt. Spätestens seit der Währungsreform und der
sowjetischen Berlinblockade gehörte diese Kritik zum Standardrepertoire der
Propaganda der ostdeutschen SED und der westdeutschen KPD. Viele linke Kritiker der SED in der DDR
und in der Bundesrepublik, teilten diese Vorstellung. Sie verstanden oft
nicht, daß auch die These von der unbelasteten deutschen Arbeiterklasse und
Arbeiterbewegung - genauso wie die von der unbelasteten Nation - die
Vorstellung enthält, als seien Auschwitz und der Vernichtungskrieg ohne
Belang für die nationalen Traditionen. Eine breite Kritik aus ihren Reihen an
der verweigerten Wiedergutmachung gegenüber Israel ist nicht bekannt.
Ebensowenig eine Kritik an der DDR-Unterstützung der arabischen Länder im
Kampf gegen den Staat Israel. Die Rabehlsche Verachtung für die
Demokratie nach 1945 hat so möglicherweise zwei Wurzeln: eine traditionell
nationalistische und eine aus der nationalkommunistischen Dissidenz. Die
Vorstellung, man hätte an nationalen Traditionen umstandslos anknüpfen
können, wenn nur amerikanische Politik sie nicht zerstört hätte, ist keine
exklusiv rechte Vorstellung. Es gab sie auch bei der SED und vielen ihrer
linken Kritiker. Im Zentrum der Rabehlschen Argumentation
steht eine Verwechslung von Ursache und Wirkung bzw. eine
Täter/Opfer-Verkehrung. Angeblich zerstörten nicht die deutsche Nation und
ihre Arbeiterklasse ihre eigenen demokratischen und humanistischen
Traditionen indem sie Mittäter, Zuschauer und Mitläufer im
"Zivilisationsbruch" des Nationalsozialismus waren, sondern die von
deutschen jüdischen Emigranten im Auftrag des US-Imperialismus entwickelte
Politik der Reeducation zerstörte die Kultur des deutschen Volkes. Nationalrevolutionär
Rudi Dutschke ? Rudi Dutschkes Ziele und sein eignes
Anliegen charakterisiert Rabehl nicht als nationalkommunistisch, sondern in
Absetzung davon als nationalrevolutionär. Rabehl behauptet, er und Dutschke hätten
nationalrevolutionäre Ideen des Vietkong aus dem Vietnamkrieg auf die
deutsche Situation übertragen und diese Übertragung habe damals breiten
Widerhall gefunden. Lediglich die Schüsse auf Dutschke hätten das Ende dieser
nationalen Radikalisierung der Studentenbewegung bedeutet: "In
Vietnam demonstrierte in den sechziger Jahren die USA, daß sie die
geopolitischen Grenzziehungen von 1945 in Asien und Europa gegen die
nationale Unabhängigkeit verteidigte. Parteien und Staat hatten sich im Westen
der nordamerikanischen Hegemonie unterworfen. 1961 hatten die Fluchthelfer
Dutschke und Rabehl diese Koexistenz zwischen USA und Sowjetunion schmerzlich
verspürt. In der Solidarität mit Vietnam wurden ab 1965 die Ziele einer nationalen
Befreiung auf Deutschland übertragen." Ob Rudi Dutschke u.a. die hier
angesprochene Übertragung wirklich vorgenommen haben und welche Bedeutung
dies für die Studentenbewegung hatte, ist jedoch umstritten. Insbesondere
Rudi Dutschkes Frau Gretchen hat ihren Mann mit vielen deutlichen Belegen vor
dieser Übertragung in Schutz genommen. Sie hat viele dieser Zitate und Hinweise
im Zusammenhang des Pamphlets von Rabehl und der Ausbrüche Mahlers erneut
aufgezählt und schreibt: "Das sind schwerwiegende Behauptungen
(eigentlich Beschuldigungen), daß Rudi im Grunde alle Leute betrogen hat, daß
er heimlich eine Nationalrevolution machen wollte, also gar keine
Kulturrevolution, keine antiautoritäre Bewegung, keinen Internationalismus,
sondern, eigentlich Nationalsozialismus. (...) Das sind solche
verleumderischen Behauptungen von Bernd Rabehl, daß man ihm die schlimmsten
Lügen, Verdrehungen und Bosheiten zutrauen muß." Eine zeithistorische Auseinandersetzung um
diese Frage ist notwendig. Ihr Kern besteht aus solchen Fragen wie z.B. welche
neuen demokratischen aber auch welche alten antidemokratischen Traditionen in
der deutschen Studentenbewegung 1968 existierten und in welcher Weise die
Akteure sich mit dem Nationalsozialismus auseinandersetzten. Wie wichtig eine
solche Auseinandersetzung ist, zeigt Rabehls Rede. Verantwortung und
Haftung Neben der nationalistischen und
nationalkommunistischen Verachtung der Demokratie und der Vorstellung der
Nation als ethnischer bzw. kultureller Abstammungsgemeinschaft bedient Rabehl
den Wunsch nach Zurückweisung von Haftung und Verantwortung für den
Nationalsozialismus. Dies macht das ganze Unternehmen erst "rund".
Man findet diese Zurückweisung überall dort, wo Rabehl die angeblichen "Denkverbote"
angreift, die aus seiner Sicht Politik in Deutschland stagnieren lassen. Ein wesentliches "Denkverbot",
das Rabehl angreift, formuliert er so: Das "Problem der Überfremdung
und der Auflösung einer nationalen oder städtischen Kultur soll in
Deutschland nicht thematisiert werden. Die Antifa-Linke steht hier bewußt in
einem Bündnis mit bestimmten Medien im In- und Ausland, die deutsche
Kulturintelligenz in die Schuldfrage der Verbrechen im Zweiten Weltkrieg
einzubinden." Das zweite wesentliche
"Denkverbot" deutet Rabehl so: "1966 mußten die Amerikaner
alle Pläne aufgeben, Bundeswehr nach Vietnam zu schicken. Jetzt kann
deutsches Kanonenfutter wieder eingesetzt werden. Aber die Kulturintelligenz
und die Parteieliten reden nicht darüber. Der Schuldpranger der deutschen
Verbrechen im II.Weltkrieg soll alle kommenden Verbrechen überdecken und ein
Volk ohne Kultur kann zu allem verleitet werden, zumal es von Eliten
beherrscht wird, die von außen geprägt werden und keine innere
Verantwortung tragen." Skandalös ist die Behauptung, mit der
Auseinandersetzung um die Bedeutung des Nationalsozialismus solle die Debatte
über Einwanderung und Bundeswehreinsätze blockiert werden. Rabehl sieht diese
Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus lediglich als Mittel
politischer Erpressung. Hier lassen sich Annäherungen an einen
deutschen Antisemitismus nach Auschwitz vermuten. Die Bundesrepublik
Deutschland wird in Rabehls Augen erpreßt, Einwanderung hinzunehmen und sich
an Kriegen zu beteiligen, die angeblich von USA und Israel angezettelt
werden. Erpressen Amerikaner und Juden die Bundesrepublik und sprechen
"Denkverbote" aus, um in aller Ruhe die deutsche Nation zu
zerstören und deutsches Kanonenfutter in Kriegen zu verheizen, die
ausschließlich in deren Interesse liegen? So steht es da nicht und doch kann man die
Passagen im Zusammenhang des Textes kaum anders interpretieren. Für Rabehl
sind Haftung und Verantwortung für die Verbrechen des Nationalsozialismus
keine - angesichts der Verbrechen selbst - selbstverständlichen Bestandteile
einer demokratischen Republik nach dem Nationalsozialismus. In seiner Lesart
hindern solche Wahrnehmungen Deutsche an der Wahrnehmung ihrer - aus Rabehls
Sicht - berechtigten Interessen. "Konservative
Revolution" als Vorbild? Ton und Sichtweise des ganzen Textes
scheinen teilweise direkt von Autoren der "Konservativen
Revolution", insbesondere von Carl Schmitt übernommen. Dies überrascht
besonders deshalb, weil Rabehl vor noch nicht allzu langer Zeit Inhalt und
Duktus solcher Texte präzise analysiert und scharf kritisiert hatte. Auf einer Arbeitstagung der Evangelischen
Akademie Arnoldshain im Juni 1985 hatte der Soziologe über den Reichsmythos
der rechtskonservativen Eliten und seine Bedeutung für die Revolution von
rechts gesprochen. Über Carl Schmitt u.a. hatte er damals gesagt: "Reichsmythos,
Antisemitismus, völkische Sicht des Deutschtums, Antiliberalismus,
Antisozialismus, Antiparlamentarismus bilden eine Einheit. Sie sind
Bestandteil eines Mythos der Revolution von rechts, der die
Niederlagen der Arbeiterbewegung, der Republik und die Folgen einer sozialen
Erschütterung als einer kulturellen Krise und als Wirtschaftskrise
ausschöpft." Weiter formulierte Rabehl: "Die Revolution
von rechts als eine Zusammenfassung ideologischer Strömungen der
Gegenrevolution und als Bündnis politischer Parteien und Bewegungen, in denen
die sozial Entwurzelten sich durchsetzen mit ihrer Ideologie vom
revolutionären Umsturz und von revolutionärer Alternative beuten ideologisch
die Revolution von links aus. Mehr noch: sie verbinden die Elemente einer traditionellen
Gesellschaft von Haltungen, Vorurteilen, Ängsten Wut und Haß, die aufbegehren
gegen die kapitalistischen Umwälzungen und gegen die Ideologien des
Fortschritts, mit ihrem Anspruch einer Revolution als Rückkehr und als
Aufbruch, einer Revolution, die der germanischen Rasse und ihrem
wiederhergestellten Reich eine innen- und außenpolitische Mission
zuweist." An Klarheit über Ziele und Anliegen der
konservativen Revolutionäre aus Weimar hatte es Rabehl damals nicht fehlen
lassen: "Die konservativen Auffassungen von der rechten Revolution
und vom Reichsmythos erfahren durch E. Jünger (Der Arbeiter 1932), durch C.
Schmitt (Begriff des Politischen, Berlin 1927) und durch M. Heidegger (Sein
und Zeit, Tübingen 1928) eine situative Zuspitzung. Bereits bei Spengler,
Moeller van den Bruck und Freyer wird die völkische Ursprünglichkeit als Volk
und Gemeinschaft, als Proletariat und Sozialismus, als konservative Elite,
Staat und Reich gegen das Fremde, gegen Aufklärung, Liberalismus, Marxismus,
Bolschewismus, Sozialismus, Parlamentarismus, Kapitalismus gestellt."
Diese letzte Formulierung ist mit einigen
Modifikationen auf Rabehls neuen Text übertragbar. Er setzt die völkische
Ursprünglichkeit als Volk und Gemeinschaft, als Proletariat, gegen die
Fremden und die angeblich von USA und Israel manipulierten Eliten, gegen
Aufklärung, Liberalismus, Marxismus, Bolschewismus, Sozialismus,
Parlamentarismus, Kapitalismus. Die Auseinandersetzung mit dem
Nationalsozialismus - in Weimar ging es um Versailles - wird als Instrument
der Manipulation zurückgewiesen. Scheinbar hat Rabehl die Autoren der
"Konservativen Revolution" solange studiert, bis er seine eigene
Kritik an ihnen vergessen hat. Nun beherrschen Elemente ihrer Zivilisations-
und Kulturkritik seinen eigenen Text. Er überträgt die Rolle des
konservativen Revolutionärs auf heute. Noch eine Chance Bernd Rabehl ist bekannt und berühmt für
seine "Provokationen". Den SDS hat er wohl deshalb einmal als
"Provokations-elite" bezeichnet. Dem Anliegen politische Probleme zu
diskutieren, hat er mit diesem Pamphlet eher geschadet. Denn, daß eine
Einwanderungsgesellschaft Probleme hat, ist unbestreitbar und daß Einsätze
der Bundeswehr im Rahmen der NATO mit und ohne UNO-Mandat Probleme aufwerfen
ebenso. Aber darum geht es in Rabehls Text nicht. Er malt das Bild einer
angeblichen Verschwörung gegen das deutsche Volk. Deshalb ist diese Rede für Mahlers
"nationale Sammlungsbewegung" und Oberlerchers
"Renationalisierung gegen die westliche Wertegemeinschaft"
benutzbar. Es ist der Versuch einer "konservativen Revolution"
unter den neuen Bedingungen. Die letzte endete in der Tragödie, diese
hoffentlich als Farce. Rabehl ist in vielen Diskussionen der
letzten Wochen aufgefordert worden, sich zu dieser Rede zu erklären. Bislang
liegt uns eine solche Erklärung nicht vor. Eine Gruppe ehemaliger
SDS-Veteranen aus Berlin, die sich seit einigen Monaten wieder trifft,
bislang mit Rabehl und Mahler, sammelt inzwischen Unterschriften gegen
Mahlers und Rabehls Texte und Auftritte der letzten Zeit. Bei der letzten
Versammlung am 5. Februar beschloß man mit Mahler nicht mehr zu diskutieren,
sein offener Antisemitismus sei unerträglich. Mahler selbst wurde aus dem
Raum gewiesen. Dem nicht anwesenden Rabehl will man noch eine Chance geben.
Er wird sich jetzt äußern müssen. Erscheint in: express, Zeitung für Betriebs- und sozialistische Gewerkschaftsarbeit, März 1999; Bestelladresse: Express, Postfach 102063, 63020 Offenbach, Tel.: 069/885006, Fax.: 069/821116. Kontakt: Martin Jander, FU-Berlin, Forschungsverbund SED-Staat, Malteser Str.: 74 - 100, 12249 Berlin, Tel.: 030/7792232 |
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