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 Kopftuchzwang mitten unter uns: Paris

Sabiha sagt aus:

Was mich am meisten geschockt hat, das war, als gesagt wurde: "Dein Glück, daß du 'nen Kopftuch trägst, sonst ..."

Sabiha wohnt im 20. Arrondissement von Paris, sie ist 16 Jahre alt und stammt aus Nordafrika. Gern würde sie ihre Weiblichkeit zeigen, aber als sie ganz normal rumlief, erklärten die Brüder ihrer Freundinnen, sie sollten nicht mit ihr verkehren, sie sei kein anständiges Mädchen. Sie wurde von den Jungen ihres Kiezes Nutte und Schlampe gescholten, ihr großer Bruder habe von alldem nichts gewußt. Als sie Krach mit dem Jugen hatte, mit dem sie "ging", denunzierte der sie bei ihrem Bruder, daraufhin wurde sie von den größten Jungen verprügelt. Sie habe immer gebetet, aber ein Kopftuch habe sie nicht getragen.

Jetzt haben ihre Freundinnen und sie beschlossen, das Kopftuch zu tragen, damit sie respektiert und nicht mehr beleidigt würden. Wenn sie kein Koptuch trüge, würden die Jungen sie verprügeln.

Nun geht sie woanders aus, wo diese Jungen nicht sind. Angst und Schrecken begleiten sie, daß sie einer von denen sehen könnte.

Macite femmes

Weitere Aussagen bei "Tous contre le voile" - Alle gegen den Schleier

übersetzt und zusammengefasst von Gudrun Eussner

11.2.2004