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Dany Cohn-Bendit:
"Wir 68er haben doch gewonnen" (Tagesspiegel,
22.3.06)
68 - und Folgen
1946: Sozialistischer Deutscher Studentenbund gegründet.
Der Gründungskongress wird am 3. September in
Hamburg eröffnet. Die 90 Teilnehmer, darunter 15 Studentinnen,
kommen aus den Universitäts- und Hochschulorten der drei westlichen
Besatzungszonen. Während des Treffens wird heftig über das
Verhältnis des
SDS zur
SPD debattiert. Der SPD-Vorsitzende Kurt Schumacher spricht sich als
Gastredner für die Unabhängigkeit der beiden Organisationen aus, da
manche Mitglieder des
SDS "noch
nicht reif für die Partei" seien. Schließlich lehnt der Kongress ein
förmliches Bekenntnis zur
SPD ab.
1961 beschließt der
Parteivorstand die Unvereinbarkeit der Mitgliedschaften in
SPD und
SDS. (WDR, 3.9.06).
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Lenin, Marx und Engels können auch anders: Der "Sozialistische
Deutsche Studentenbund" griff 1968/69 in die Trickkiste der
PR-Industrie und verwandelte die Philosophen des Sozialismus in
Werbefiguren des Kapitalismus. Das Plakat imitiert einen Slogan der
Deutschen Bahn.
(Deutsche Bahn
originally
derived their phrase from a joke that
American author Mark Twain used to tell: "Everybody
always talks about the weather, but nobody does anything about
it...").
An einem diesigen und grauen Stuttgarter Januartag des Jahres 1968
kam der Kunststudent Ulrich Bernhardt, den jeder
nur unter dem Namen »Zwiebel« kannte, wieder einmal
bei seinem Spezi Jürgen Holtfreter vorbei.
Zwiebel, der gerade eben mit drei befreundeten Kommilitonen
eine Sektion des SDS, des Sozialistischen
Deutschen Studentenbundes, an der Kunstakademie gegründet
hatte, war voller Aufbruchstimmung, denn es stand ein entscheidender
Wahlkampf an der Uni Stuttgart bevor. Dass die Künstler gleich ein
Plakat für den SDS entwerfen sollten, lag nahe. Und bei
Holtfreter lag »grad so was rum«, »ausgeschnittene Köpfe,
ein Bundesbahnplakat«, da durchzuckte es Zwiebel:
»Das ist es!« »Dann nimm's halt mit!« soll Holtfreter,
davon nicht unbeeindruckt, dann gesagt haben.
Die klassische Botschaft, daß alle vom Wetter redeten, nur der
SDS unter Bezugnahme auf Marx etc.
nicht, hing binnen kurzer Zeit 50000‑fach an Studenten‑ und
Sympathisantenwänden, auch der Biermann in
Ostberlin soll eins gehabt haben. Die »Pfannkuchenperspektive«, wie
Zwiebel es nennt, in der die revolutionären Köpfe
ineinander übergehen, erhöhte die Suggestion. Es war Stuttgarts
gewichtigster Beitrag zur 68er‑Revolte. (Helmut
Böttiger, Stuttgarter Zeitung).
Von der
Vietnam-Konferenz in Berlin aus verbreitete sich das Plakat über
ganz Europa, ja weltweit. "Das hing in jeder Bude", sagt
Bernhardt. Von schließlich 50000 im Offsetverfahren
gedruckten Exemplaren sind heute noch wenige im Umlauf - sie kosten
bis zu 300 Euro. Er sei nie ein "Linker der dogmatischen Richtung"
gewesen, erzählt der 62-Jährige. "Bürokratie
ist schlimmer als Kapitalismus." Bernhardt ist
keiner, der noch einmal die alten Schlachten schlagen will, der
verklärt. Höchstens bedauert: Dass das Aufklärerische, das
Reflektierende den Bach runter gehe. Mangels Interesse. (GABRIELE
RENZ, FR,
13.5.08).
Karin Bauer, professor at Montreal's McGill
University, has published a superb addtion to the tiny canon of
English language books about the Baader-Meinhof Era. The
wonderfully-named "Everybody Talks about the Weather... We
Don't" features a pentrating essay by Bauer as well as
English translations of Ulrike Meinhof's most
important essays published in
konkret magazine throughout the sixties. Baader-Meinhof.com's
Richard
Huffman (baader-meinhof.com)
interviewed Karin Bauer via e-mail. (Read
more about the origin of the title)

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Sonderseite zum Fall
Kurras
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Nazi Horst Mahler
ist am Mittwoch, dem 11.3.2009, vom Landgericht Potsdam wegen
Volksverhetzung in mehreren Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe
von fünf Jahren und zwei Monaten verurteilt worden. Laut Anklage
hatte der 73-jährige frühere NPD-Anwalt zwischen September 2001 und
Oktober 2004 in mehreren Schriften den Holocaust geleugnet. Dabei
geht es zum einen um mehrere Fälle von Volksverhetzung, die bei
einem früheren Urteil des Landgerichts Hamburg noch nicht
berücksichtigt wurden. Zum anderen geht es um Fälle, die die
Staatsanwaltschaft Cottbus zur Anklage brachte.
Mahler wird damit zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen zu einer
hohen Haftstrafe verurteilt. Erst am 25. Februar war er am
Landgericht München ebenfalls wegen Volksverhetzung zu einer
sechsjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Die Richter hatten wegen
Fluchtgefahr sofortigen Strafvollzug angeordnet. Deshalb wurde
Mahler zur Fortsetzung des Prozesses in Potsdam jeweils aus der
Untersuchungshaft vorgeführt und eine Überhaft angeordnet. Das
bedeutet, dass Mahler aufgrund des Potsdamer Urteils auch dann im
Gefängnis bleibt, wenn seine U-Haft in München aufgehoben werden
sollte.
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Wann kommt
die Rudi-Dutschke-Straße?
(Seit 2007 ist sie offiziell!).
Die offiziellen Informationen des Bezirksamts zur
Wahl finden sich im Internet unter www.berlin.de/ba-friedrichshain-kreuzberg/verwaltung/org/wahlamt/buergerentscheid.html.
Informationen der taz stehen unter dutschkestrasse.de.
Die CDU, die die Umbenennung verhindern will,
informiert unter www.pro-kochstrasse.de
über ihre Beweggründe. Auf der taz-Wahlparty wurde unter anderem "Aufrecht
gehen", ein Dokumentarfilm von Helga
Reidemeister über das Leben von Rudi Dutschke gezeigt.
Bürgermeister Franz Schulz: "Ich bin der
Überzeugung, dass bei aller Kritik an vielen Einzelpunkten die
"68er-Bewegung" den überfälligen Transformationsprozess
der Bundesrepublik von einer verknöcherten, repressiven und
ideologisch eindimensionalen Gesellschaft in eine offenere
Gesellschaft ermöglicht hat...Rudi Dutschke verstand sich als
Revolutionär, der schonungslos und kämpferisch die herrschenden
Gesellschaftsverhältnisse in Frage stellte." (taz,
20.1.07)
Robert Misik: Lasst
uns also die 68er ehren. (13.1.07).
180 000 Kreuzberger und Friedrichshainer haben am 21. Januar 2007 die
Wahl: Soll der Studentenführer Rudi Dutschke geehrt werden
oder bleibt es beim traditionellen Namen Kochstraße? (tgsp.
21.1.07). Seit zwei Jahren rotieren Politik und Verwaltung. Aus
einer Schnapsidee wird ein Bürgerentscheid (Deike Diening,
tgsp.
21.1.07). Das Bürgerbegehren der CDU gegen die
Rudi-Dutschke-Straße in Berlin ist gescheitert. Rund 58 Prozent der
Wahlberechtigten sprachen sich gegen eine Umbenennung aus. (tgsp.
21.01.2007, 20:26 Uhr). Marsch durch die Institutionen
erfolgreich. Eine Mehrheit von knapp 60 Prozent hat sich in
Friedrichshain-Kreuzberg für eine Rudi-Dutschke-Straße entschieden.
(tgsp,
22.1.07). Kommentar von Gereon Asmuth (taz
22.1.07): Rudi Dutschke ist zurück auf der Straße. "Es ist
beruhigend, dass die Gaga-Initiative der CDU gescheitert ist",
sagte Daniel Cohn-Bendit de
taz.
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Gefährlichste Revolution der 68er: der Putzdienst
(Christian Füller, taz 4.1.09). Man mag die
Wirkungen der 68er in der Politik und in den Institutionen, durch
die sie marschiert sind, generell infrage stellen. Aber wenn es
irgendwo tiefgreifende Folgen der 68er gab, dann an Unis, Schulen
und Kinderläden, in der Erziehung allgemein. Die 68er waren es, die
nicht nur unter den Talaren der Professoren, sondern auch in der
Lebenswelt der Menschen den "Muff von 1.000 Jahren" weggefeudelt
haben - und zwar so gründlich, wie die Putzkolonne den Toberaum
ihrer Kleinen durchpustet....Die Brüche, die wegen der pädagogischen
Revolution innerhalb der 68er-Bewegung entstanden, sind nicht klein.
Die Kinderläden wurden nicht - wie teilweise behauptet - von der
Kommune I gegründet, sondern von den Frauen im SDS, die einen
"Aktionsrat zur Befreiung der Frauen" bildeten. Die Frauen
liberalisierten die Erziehung gründlich, sie holten sich selbst "aus
der Isolation in der Familie" - und sie wiesen den politischen
Anspruch der kommunistischen Fraktion im SDS explizit zurück.
Meike Sophia Baader (Hrsg.). ",Seid realistisch,
verlangt das Unmögliche': Wie 1968 die Pädagogik bewegte". Beltz
2008. 279 S., 18,90 €
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Rainer Langhans:
Heiligabend in der K1 (et 2008).
Weihnachten, dass war etwas für Spießer. Wir hielten das ganze
religiöse Zeug für Schwachsinn. Und das Fest, wie es in Deutschland
begangen wurde, war für uns nur eine einzige Konsumorgie.
Künstliche, vollkommen falsche Bedürfnisse waren das in unseren
Augen, darauf wollten wir die Leute aufmerksam machen. Außerdem gab
es ja noch den Krieg in Vietnam, der ja auch in unserem Namen
geführt wurde, an den aber an Weihnachten niemand denken wollte -
stattdessen wurde auf Friede, Freude, Eierkuchen gemacht. Deswegen
war Weihnachten für uns eine hochgradig verlogene Sache, wir sahen
darin vor allem eine Gelegenheit, unsere Mitmenschen darauf
aufmerksam zu machen, dass sie ein falsches Leben führen.
Wir haben uns in den
Weihnachtsrummel gestürzt und uns unter die Kauflustigen gemischt.
Dann verteilten wir Flugblätter gegen den Vietnamkrieg und fingen
Diskussionen mit den Leuten an. So kam es immer wieder dazu, dass
vor den Kaufhäusern kleine Grüppchen von Leuten standen und
diskutierten. Sie standen vor dem KaDeWe, auf dem Ku'damm - und das
war verboten. Die Polizei, die damals noch keine Erfahrung mit so
was hatte, kam dann mit kleinen Eingreiftrupps angerückt und trieb
die Leute auseinander - oder zog sie in ihre Einsatzfahrzeuge und
nahm sie vorläufig fest. Der Witz war: Wir hatten da schon
immer lange das Weite gesucht. Wir zettelten lediglich die
Diskussion an und zogen dann weiter. Die Polizei setzte also immer
Unschuldige fest, ganz normale Weihnachtsbummler. So schufen wir ein
Bewusstsein bei ganz normalen Leuten für Probleme, mit denen wir als
Linke und Kommunarden ständig zu kämpfen hatten: Zum ersten Mal
erfuhren ganz normale Leute die Repressalien durch den Staat und die
Polizei am eigenen Leib - etwas, dass bislang nur uns widerfahren
war und dass sie höchstens aus der Zeitung kannten.
Rudi war ein toller
Rapper unserer Gefühle (Studies in Freiburg).
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High sein, frei sein, da wollen alle dabei sein: Georg Meier,
1947 geboren,
schreibt einen großen
Erinnerungsroman über die Zeit der deutschen Freaks und der
Beatniks. VON
DETLEF KUHLBRODT (taz, 6.12.08).
Georg Meiers
Debütroman "Alle waren in Woodstock, außer mir und den
Beatles" ist ein
verspäteter 68er-Roman für die Enkel. Im Hintergrund gibt es den
Vietnamkrieg, Demos, politische Auseinandersetzungen. Mit einem
Seesack trampt er durch die Gegend und trifft allerlei Leute in
Frankreich. Italien. Türkei, Indien. Ab und an werden Leute
abgezogen. Auf Haschwiesen, die es damals in jeder mittleren Stadt
gab, trifft sich die herumschweifende Szene. LSD und Opiate gibt es
auch. Auf der Suche nach Sex spricht man in verrauchten Kneipen
zitatweise über den Streit zwischen Camus und Sartre, Vietnam, Rudi
Dutschke, die Bild-Zeitung,
die Anfänge der RAF usw. Am Rande werden durchgeknallte Kleingruppen
wie die Revolutionäre Fixer Kommune erwähnt; die wechselnden
Bewohner versiffter Kommunen folgen antiökonomischen
Freak-Brothers-Weisheiten wie der, dass einem Dope besser durch
Zeiten ohne Geld als Geld durch Zeiten ohne Dope hilft. Während die
Zeit der politischen und studentischen 68er Anfang der 70er schon zu
Ende gewesen war, hielten sich die Reste der lebensweltlich
orientierten, nicht studentischen, teils alternativ, teils
kleinkriminell orientierten Freaks noch ziemlich lange und
repräsentierten in Landkommunen die Reste des Anderen. "Hast
du genug erlebt, um einen Film daraus machen zu können?"
(Jim Morrison)
-
Wolfgang Kraushaar über den
Prager Frühling und die APO.
Er sagt, dass vom Sozialismus und
Kommunismus nur noch Worthülsen übrig seien. Nach dem
Einmarsch in Prag gab es im SDS erbitterte Auseinandersetzungen
darüber, ob man dagegen demonstrieren sollte oder nicht. Zwei Wochen
nach dem Einmarsch legte Hans Jürgen Krahl, der
neben Dutschke der Sprecher der antiautoritären
Fraktion im SDS war und der als der theoretisch klügste Kopf der
Studentenbewegung galt, bei einem Teach-in in
Frankfurt am Main dar, dass mit den Reformen des Prager Frühling
auch kapitalistische Marktprinzipien und damit eine Art von
Sozialdemokratismus durchgesetzt werden sollten. Die
Achtundsechzigerbewegung und diejenigen, die sich als Neue Linke
verstanden, kämpften sozusagen an zwei Fronten: an der einen gegen
die Sozialdemokratie. Man wollte nicht so werden wie die SPD, aus
der man gerade erst herausgeflogen war. Andererseits wollte man aber
auch nicht stalinistisch werden wie der Ostblock. Aber so sein wie
Alexander Dubcek, das wollte man nun auch nicht. Die Konflikte
innerhalb des SDS hatten sich ohnehin zugespitzt. Bei den
Weltjugendfestspielen in Sofia im Juli und August 1968 kam es sogar
zu Schlägereien. Der SDS-Bundesvorsitzende Karl Dietrich Wolff wurde
von bulgarischen Geheimdienstleuten verprügelt - unter tätiger
Mithilfe prokommunistischer SDS-Mitglieder. Im September 1968 wurden
die Schläger dann aus dem SDS ausgeschlossen. Bei der Adaption des
Maoismus ging es um eine Form der Identitätssuche.
Und die erste Gruppe, die sich auf diesen Weg begeben hat, war die
Kommune 1. Die Kommunarden verstanden sich ja
selbst als Rotgardisten. Einzelne sind schon vor der Gründung der
Kommune 1 nach Ostberlin gefahren und haben dort
Maobibeln in der chinesischen Botschaft abgeholt. Später
bezeichneten sie sich auch als Maoisten. Das haben sie nicht von
ungefähr getan, denn die ganze Idee ihrer Kommune hatte es in China
mit der Volkskommune bereits Ende der Fünfzigerjahre gegeben. Dass
die Kommune 1 als antiautoritär wahrgenommen wurde,
war insofern ein großer Trugschluss: Diese antiautoritäre
Konfiguration war in Wirklichkeit mit einer staatlich-affirmativen
prokommunistischen Identifikation unterfüttert. Die Idee der Kommune
bezog sich nicht etwa auf die Pariser Kommune, wie sie Karl
Marx beschrieben hat und viele als richtungweisend
verstanden haben. (taz, 30.10.08).
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Wien enthüllt Che-Guevara-Denkmal
(SZ, 9.10.08).
Als erste Stadt in Europa hat Wien dem kubanischen Revolutionär
Che Guevara ein umstrittenes Denkmal gesetzt. Im
Wiener Donaupark sei am Donnerstag eine Büste des
Kommunisten enthüllt worden, berichtete der Sender ORF im Internet.
Das Denkmal sei ein demokratisches Vermächtnis an Che, dass auch
Wien dafür sorgen wolle die Armut zu tilgen, sagte der
sozialdemokratische Bürgermeister Michael Häupl.
Ein Komitee, dem auch die Literaturnobelpreisträgerin
Elfriede Jelinek angehörte, hatte seit einem Jahr Spenden
gesammelt, um das Denkmal zu realisieren. Die 70 Zentimeter hohe
Büste wurde für 28 000 Euro von der Bildhauerin Gerda Fassel
gestaltet.
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Neal Ascherson:
RAF - A terror campaign of love and hate.
The Baader-Meinhof group,
a left-wing terrorist collective born of the student revolutions of
the Sixties, terrorised West Germany with a series of bombings,
assassinations and hijackings in the Seventies. On the eve of a new
film about the movement, Neal Ascherson - who met key members of the
group as The Observer's correspondent in Germany at the time -
reflects on the legacy of those turbulent years and the strange hold
they had - and still have - on the national psyche (The
Observer, Sunday September 28 2008). The film itself is powerful,
showing the foul reality of urban guerrilla struggle and what it
does to its victims and its perpetrators. But the myth of the
Baader-Meinhof group is powerful too, still haunting German
imaginations more than a generation later. In Britain, such people
would be regarded as mere criminals, their gun-slinging career not
without glamour but their political ideas of no possible interest.
In Germany, even 40 years on, it is different. The film, directed by
Uli Edel, is also minutely detailed. It's brilliant,
it's fearsomely convincing. One critic in Welt am Sonntag complained
that the screen Baader and Ensslin were like Germany's answer to
Bonnie and Clyde - a slander on both movies. But he went on to say
that The Baader-Meinhof Complex 'brings to light a repressed truth
about the allure of the RAF. Girls with guns are the ultimate desire
and fear fantasy of a patriarchal, inhibited society.' Meinhof would
have agreed with that. So might Ensslin. A wonderful scene in the
film shows her strutting naked in the Lebanese sun, jeering at
shocked Palestinian recruits. 'What's the matter? Fucking
and shooting; it's the same thing!'
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Cathy Wilkerson’s memoir details her activity
with the Weatherman group, whose pipe bombs
accidentally blew up her father’s town house on March 6, 1970. She
returned to the site of the blast last week. (NYT, 14.11.07).
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"Phoenix"
sendet ab Sonntag, 7. September 08, in der Reihe
"Meine Geschichte" 68er-Interviews von Carsten
Günther mit Hannes Heer, Florence Hervé, Beatrix
Novy, Kurt Biedenkopf, Rainer Langhans und Johannes
Stüttgen.
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Bruno Ganz ist der Star der Stars im RAF-Film "Der
Baader-Meinhof-Komplex". (Spiegel, 10.9.08).
Michael Sontheimer: Die Memoiren eines
Sonderermittlers, Alfred Klaus, bringen brisante
Details aus dem Deutschen Herbst ans Tageslicht:
Die Spitze der RAF drohte 1977 mehrfach mit Selbstmord,
der Beamte gab diese Warnungen im Bundeskriminalamt weiter - doch
offenbar ließ man die Häftlinge gewähren. (Spiegel, 9.9.08).
Eine Million Dollar und eine neue Identität: Mit diesem
Angebot wollte der Verfassungsschutz nach SPIEGEL-Informationen 1980
Terroristen zum Ausstieg aus der RAF bewegen. Neue Aktenfunde werfen
die Frage auf, wie weit die Bundesregierung im Kampf gegen die
Staatsfeinde gegangen wäre (Spiegel, 6.9.08).
Mehr zur RAF, 2. Juni usw. klick hier!
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Dossier der Bundeszentrale
für politische Bildung:
Die 68er-Bewegung.
Hier finden Sie eine Auswahl an
Veranstaltungen, die zum Thema "1968
- 2008 weltweit" an Goethe-Instituten
oder mit deren Beteiligung stattfinden.
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Ausstellung
"68 - Brennpunkt Berlin"
im
Amerikahaus, Hardenbergstr. 22-24, 10623 Berlin.
Eintritt frei; täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet; bis 31. Mai
2008
Veranstaltungsreihe: Programm
Kommentar dazu von Michael Sontheimer:
Wasserwerfer Marsch
(Spiegel, 31.1.08)
Meldung vom 11. März 08: Am letzten Freitag, den 7. März -
Dutschkes 68ster Geb. (sic!) - hat ein Unbekannter bei laufendem
Betrieb gg. 17 h Ortszeit den Wasserwerfer vor
der Tür mittels eines mit roter Farbe gefüllten Feuerlöschers
farblich etwas "umgewandelt" und damit eine mit dem Berliner
Amerikahaus stets verbundene situationistische
Traditionslinie wieder aufgenommen. Das Ding ist
jetzt linksseitig (!) knallrot
(click zum Foto hier), sieht aus wie ein
Feuerwehrlöschfahrzeug und auch die Fassade hat wieder einmal
was abbekommen.
Dossier der Bundeszentrale für politische
Bildung:
Die
68er-Bewegung
Hier finden Sie eine Auswahl an Veranstaltungen, die zum Thema "1968
- 2008 weltweit" an Goethe-Instituten oder mit deren
Beteiligung stattfinden.
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Die neueste
Diskussion um 68:
40 Jahre 68
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Dossier des
Goethe-Instituts zu '68
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TORSTEN SÜLZER: Immer mehr Wissenschaftler
betrachte die
68er lediglich noch als eine Medienrevolution. Die Revolutionäre
damals lernten schnell Fernsehen, Radio und Zeitung für sich zu
nutzen. (Köln. Rundschau, 7.8.08). „Das
Bewusstsein, dass es 68 gibt, ist erst mit den Medien ins Land
transportiert worden. Sie waren also ein wichtiger Multiplikator.
Und besonders das Fernsehen hat zu einer Emotionalisierung des
Publikums beigetragen.“ Dutschke war für die Medien wegen seines
revolutionären Auftretens am attraktivsten. Deshalb sei er in der
Öffentlichkeit als Leitfigur wahrgenommen worden.
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Michael Sontheimer:
Neue Spuren aus Stammheim. Austs Baader-Meinhof-Komplex in
Neuauflage.(Spiegel,4.9.08).
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Klaus Hartung: 68 - Die Wende von der Ohnmacht
zur Allmacht:
Wir
konnten tatsächlich unsere eigene Geschichte schreiben. (tagssp.,
11.4.08): "Ab 1969 trieb die Bewegung in die
krude Alternative: Organisation oder Gewalt. Ich folgte der
Aktionslinie, agierte lang, zu lang im Vorfeld des „illegalen
Kampfes“. Der Wirklichkeitsverlust der Haschrebellen- oder
Tupamaro-Milieus konnte dabei mit den Kaderorganisationen durchaus
mithalten. Hier beginnen die schwarzen Löcher meiner Biografie."
(Von denen hätten wir gern mehr erfahren).
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Prager Frühling in Frankfurt: 2. September 1968
SDS und Asta streiten sich (FR, 1.9.08).
Für die Zukunft der CSSR gibt es nach SDS-Ansicht nur die
Alternative zwischen einer konterrevolutionären Änderung oder eine
revolutionäre Änderung durch eine immer stärkere Rätebewegung.
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Hans-Ulrich Wehler pflegt
seine 68er Feindschaft auf Bild-Zeitungsniveau:
Die
68er-Bewegung: Triumph oder Debakel?
(FAZ, 1.9.08).
Selbst im Detail bleibt er schlampig: So
behauptet er, der SDS sei aus der SPD wegen der Ablehnung des
Godesberger Programms geflogen. Dies war bekanntlich nicht so.
Niemand ist deshalb aus ausgeschlossen worden. Vielmehr verkündete
die SPD einen Unvereinbarkeitsbeschluss gegen den SDS, nachdem
dieser trotz Verbots der Parteiführung ein geplantes Treffen mit der
FDJ der DDR einhielt.
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Peter Furth: „Die
68er-Revolte hat eine Wächtergeneration hinterlassen" (FAZ,
5.8.08). "Als Kulturrevolution hat 68 gewonnen,
ihr Siegespreis ist die politische Korrektheit, die allenthalben zu
einer semantischen Politik geführt hat. Nach ihrem Sieg haben sich
die Achtundsechziger zurückgelehnt. Sie glaubten, nichts mehr
dazulernen zu müssen....der Antiautoritarismus, der Grundzug der
Revolte, brutal und destruktiv ist. Er verfolgt das Ziel, alle
vermittelnden Instanzen zwischen dem Individuum und der Gesellschaft
- Familie, politische und juristische Institutionen, Traditionen,
Ethnien - zu entwerten. Die Folge ist, dass der einzelne unmittelbar
und schutzlos den Kräften des Marktes ausgesetzt ist und nur die
Stärksten überleben....Man kommt nicht umhin festzustellen, dass der
Achtundsechziger-Bewegung etwas Totalitäres anhaftete....Aus meiner
Sicht steckt Rabehl immer noch im klassischen Dilemma der
Achtundsechziger: Er ist auf der Suche nach einem Praxisanschluss
für seine Theorie, kurz: nach politischem Einfluss. Offenbar ist er
dabei auf die NPD verfallen."
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"Meine Schüler finden es irre, dass
ich Hippie war". Er war mit
Rudi Dutschke
befreundet, kämpfte beim SDS für die Revolution und lebte als
umherschweifender Haschrebell in Charlottenburg.
Günter Langer
war vor 40 Jahren mittendrin. Wie sieht er 68 heute?
Interview:
Nina Apin
(taz,
14.4.08).
-
Franka Potente als Frau, die Nazis jagt.
Beate Klarsfeld war ab den
sechziger Jahren als „Nazijägerin" berühmt. Sie suchte und fand
unter anderem 1983 den berüchtigten "Schlächter von Lyon",
Klaus Barbie. Auf dem Filmfest
München lief jetzt "Die Hetzjagd" - mit Franka Potente. „La Traque“, zu deutsch
„Die Hetzjagd“, heißt der Film des Franzosen
Laurent Jaoui, der jetzt beim Filmfest München
seine Premiere feierte. Keine Geringere als Franka Potente
spielt in der für den Bezahlsender Canal+ und arte entstandenen
deutsch-französischen Koproduktion die Rolle der Beate
Klarsfeld, Hanns Zischler ist als Barbie zu
sehen. (Welt, 25.6.08).
-
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Kommune 1, Rainer Langhans und der Harem
in den Medien, sowie neue Bücher von Rainer Langhans,
Christa Ritter,
den Zwillingen Jutta Winkelmann
und Gisela Getty,
Severin Winzenburg. Neues von und über
Uschi Obermaier.
Eight Miles High - Das wilde Leben der
Uschi Obermaier.
Olaf Krämer
im Interview
mit Günter Langer: "Die
Morgendämmerung eines neuen Frauentyps"

USCHI IN THE U.S.A. Am 12.7.08 Kinopremiere in New York: “The
American audience is going to fall in love with this film and with
Natalia Avelon in the role of Uschi.
This an incredibly sexy, smart picture with amazing direction, stunning
performances and a great soundtrack with songs from bands like MC5
and the Stooges”. 8 Miles High
(Das Wilde Leben) is slated for release in 2008.
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Theater in der Uni Mainz:
Hurra, wir spielen 1968! (taz, 8.7.08). "Wir wollen nix".
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Ines Lehmann :
Der
Zorn der alten Frauen…. ALLE ZEHN JAHRE WIEDER...
„68“ wird 40
Eine Polemik
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Annelie Keil,
eine 68igerin, Ex-Dekan der Uni Bremen:
Wie wir wurden, was wir sind.
Generationserfahrung als biografischer Prozess: Das bedeutete immer
wieder neu, Zusammenhänge zwischen der Bewegung in all ihren Formen
und sich selbst zu stiften und zu überprüfen. Das Gefühl, auch
international in einem Generationszusammenhang zu stehen und zu
neuen Ufern aufbrechen zu können, war mit Ereignissen wie »Pariser
Mai«, »Prager Frühling«, »Black Power Bewegung«, »Free Speech
Movement« verbunden und forderte dazu heraus, inhaltlich Stellung zu
beziehen und nach Aktionsmöglichkeiten zu suchen, die im Kontext der
internationalen Solidarität die notwendigen Konsequenzen für die
eigenen Bewegungen im Auge hatte.... Ich bin zutiefst dankbar für
die Erkenntnisse und Träume, die ich meinen Erfahrungen in der
Kriegskinder- und 68er-Generation verdanke. Sie machen auch das
Älterwerden leichter!
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Die Filmemacherin
Renate Sami erzählt:
Alle waren antiautoritär. (taz, 26.5.08).
Renate Sami, 1935 in Berlin geboren, ist
Filmemacherin. Sie lebt in Berlin und ist seit Anfang der
Siebzigerjahre mit Dorothea Ridder befreundet. "Und
dann hatte damals der Präsident Nixon - ohne die
Zustimmung des Kongresses - plötzlich auch noch Truppen nach
Kambodscha einmarschieren lassen. Überfallartig, das war ein
neutrales Land. Das war der Gipfel! Statt den Vietnamkrieg zu
beenden, überfällt er jetzt auch noch Kambodscha. Und in dieser
Nacht, vor fast genau 38 Jahren im Mai 1970, ging also die Kunde
herum in allen Wohngemeinschaften hier. Man versammelte sich und
wollte eben dagegen protestieren. Es kamen spontan ganz viele Leute.
Und in dieser Nacht hat dann die Polizei vollkommen wahllos Leute
überprüft, die irgendwie in dieses Raster passten: Automarke,
Frisur, Aussehen. Eben alle, die so unterwegs waren, Autofahrer,
Mopeds, Motorradfahrer. Wir kamen Stunden später in eine Kontrolle,
weit ab vom Amerika-Haus, in der Hauptstraße in Schöneberg. wir
waren mit einem Jungen, Karl Heinz Wierzejewsky, im
Auto unterwegs. Uli Fischer und ich. Uli
Fischer war Asta-Vorsitzender an der FU.
Mir wurde dann auch vorgeworfen, am Amerika-Haus
menschengefährdende Brandstiftung begangen zu haben.
Da war aber gar nichts dran. Das hat
aber nichts geändert. Ein Jahr haben sie uns festgehalten, in
"Untersuchungshaft". Man hätte uns natürlich auch auf freiem Fuß
lassen können, bis zur Klärung der Vorwürfe, aber wir blieben
eingesperrt, wegen "leicht löslicher Wohnverhältnisse". Das
bedeutete, unsere Lebens- und Wohnverhältnisse wurden als absolut
provisorisch betrachtet, eben so, dass wir sie jederzeit hätten
aufgeben und die Flucht ergreifen können... Ich war zuerst in der
Kantstraße inhaftiert, dann ein halbes Jahr im Gefängnis Moabit, und
ein weiteres halbes Jahr im Frauengefängnis Lehrter Straße. Immer in
Einzelhaft. Die ersten Tage sind die schlimmsten. Man hält es nicht
für möglich und will nur raus! Dann gewöhnt man sich daran. Seltsam
eigentlich. Ich habe gelesen, gearbeitet, habe übersetzt. Also ich
sehe das nicht so als Verlust an, dieses Jahr....Verteidigt
hat uns das Anwaltskollektiv: Ströbele, Eschen, Schily
… das war unglaublich wichtig, dass es dieses Anwaltskollektiv gab.
Nicht nur politisch beziehungsweise für den juristischen Beistand,
auch menschlich. Also Eschen hat mich immer besucht im Knast,
Spangenberg auch. Und neulich habe ich mal die
Prozessakten nach langer Zeit wieder gelesen und ich habe
festgestellt, dass der Otto Schily einen ganz
tollen Schriftsatz verfasst hat, wo er zum Beispiel Nixon
als Zeugen fordert, die ganze amerikanische Regierung - ja, in
unserem Prozess. Es ist wirklich ein sehr guter Schriftsatz. Wir
sind dann zu einem Jahr verurteilt worden. Sind in die Revision
gegangen und erst da gab's den Freispruch."
Gespräche in Caputh. Drei Freunde von Dorothea Ridder
erzählen. VON GABRIELE GOETTLE
(taz, 7.7.08).
Höge sagt: "Also
die Leute, die ich kenne, als Patienten, die meinen, sie war die
beste Ärztin in Berlin." Geschichten über Manfred Grashof,
Philip Sauber u.a.
Kennengelernt haben sich
Manfred Grashof und Dorothea Ridder
in den Anfängen der RAF, geheiratet, als Manfred im Knast saß. Jetzt
äußert er sich erstmals öffentlich - für Dorothea.
VON GABRIELE
GOETTLE (taz, 28.7.08).
"Wir wurden den drei Bullen, die uns in der Wohnung aufgelauert
haben, minutiös angekündigt. Die hatten nämlich Funkkontakt zu
denen, die draußen das Haus beobachtet haben. Also sie hätten mir im
Dunkeln einfach eins über die Rübe geben können, zum Beispiel, und
das wäre es dann gewesen, für alle Beteiligten. Aber die hatten
Angst oder was, sie haben sofort geschossen. Das war völlig
unprofessionell! Und ich hab instinktiv reagiert, habe meinen
Trommelrevolver gezogen und ins Dunkel gefeuert. Dann wurde ich in
den Kopf getroffen, in den Arm und in die Brust. Es ging alles ganz
schnell, ich lag auf dem Boden und war am Ausbluten. Es war ein
Geschrei, ich wusste gar nicht, was los war. Ich hatte diesen
Hauptkommissar auch irgendwie getroffen im Dunkeln."
Andrew Hood kam 1985 als junger Mann aus London
nach Berlin. Auf Vermittlung von Erich Fried lernte
er Dorothea Ridder kennen und wurde für ein paar
Jahre ihr Lebensgefährte.
VON GABRIELE GOETTLE
(taz, 25.8.08).
"die meisten von diesen
Hochschulprofessoren sind seltsamerweise verrückt geworden"
-
-
Schirmherr
Rainer Langhans verleiht History-Award 2008 an Schüler aus Münster.
Langhans: „Internet ist die gelebte Kommune von heute“
München, 25. Juni 2008
- Der
„History-Award 2008“ wurde gestern von
Schirmherr Rainer Langhans an Schüler des Pascal-Gymnasiums Münster
in deren Heimatstadt überreicht. Ihr Projekt
„Münster – eine
Provinzhauptstadt in den 68ern“ zum
Wettbewerbsthema „1968-2008 - Jugend zwischen Politik und
Lebensgefühl“ fand die größte Zustimmung der siebenköpfigen Jury.
Anhand eines Films vergleichen die Schüler die Demonstrationen
Jugendlicher gegen Rechtsradikalismus aus den Jahren 1969 und 2006
und erörtern deren jeweilige Motivation und die Folgen. „Den
Schülern ist es gelungen, am Beispiel zweier
Anti-Nazi-Demonstrationen in Münster, die eine 1969, unmittelbar in
der bewegten Zeit nach „’68“, die andere im Jahre 2006, das
aufzuzeigen, was vier Jahrzehnte nach Benno Ohnesorg und den
Ausschreitungen in Berlin von den Zielen, den Idealen und den
Errungenschaften der Jugend von damals noch Bestand hat.“, so Juror
Helmut Markwort (FOCUS) zum Beitrag aus Münster. Jurykollege Prof.
Guido Knopp (ZDF) lobte den Beitrag aus Münster als „hervorragende
historisch-politische Fallstudie“, während Prof. Johannes Moser von
der Ludwig-Maximilians Universität München „die guten Recherchen,
die Verbindung von lokalen Ereignissen und überregionalen
Zusammenhängen sowie die interessanten Interviews mit Zeitzeugen“
überzeugten. Ähnlich positiv äußerten sich die weiteren
Jurymitglieder Dr. Christian Hartmann (Institut für Zeitgeschichte),
Prof. Nada Boskovska (Universität Zürich) und Dr. Peter Lautzas
(Deutscher Geschichtslehrerverband).
Rainer Langhans lobte in seiner Rede als Schirmherr
den Beitrag aus Münster als didaktisch wertvolle Dokumentation.
Gleichzeitig wünschte er sich eine noch stärkere gedankliche
Auseinandersetzung der Schüler mit ihrer eigenen Rolle als
„Hauptprofiteure der Kulturrevolution“ und regte an, sich diese noch
mehr zunutze zu machen. Dies sei vor allem im Internet möglich -
laut Langhans die gelebte Kommune von heute. (vgl
Focus, 25.6.08).
-
At a Roadside Vigil, an
Iconic Voice of Protest: Pete Seeger, now 89
years old and demonstrating against the war in Iraq. (NY Times,
22.6.08).
-
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Ce n'est toujours qu'un début... |
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A specter is haunting those who uphold
the established order: the specter of May 68.
|
Ein Gespenst geht um
unter den Herrschenden: das Gespenst des Mai 68. Alle Kräfte
des alten Europa haben sich verbündet, um dieses Gespenst zu
verfolgen: Nicolas Sarkozy, Luc Ferry, Claude Allègre und
Ihresgleichen ... Dem Bündnis haben sich alle angeschlossen,
die nicht über den Tellerrand der aktuellen Gesellschaft
hinaus blicken, diejenigen, die sogar vom Ende der
Geschichte träumen.
Für das konformistische
Frankreich ist der Mai 68 für alles Übel verantwortlich.
Nicolas Sarkozy versetzte das Land in Angst und Schrecken
als er erneut das Gespenst beschwor. Ihm zufolge gehe es
darum „ob das Erbe von 68 bewahrt oder ein für alle Mal
entsorgt werden soll“. Diese Entsorgung betrifft nicht nur
die gewerkschaftlichen Rechte, den Mindestlohn und die
Sozialversicherung, sondern auch die Errungenschaften der
Frauenbewegung.
Wie eine Marionette
wird das Gespenst Mai 68 alle zehn Jahre wieder aus dem
Schrank geholt. Dies führt zu Exorzismen und Grabreden,
Beerdigungen erster Klasse und Abschiedszeremonien, zu
steifen Feierlichkeiten, Verwünschungen und Reue aller
Beteiligten.
|

Was geschehen ist, war
nicht das Unausweichliche, das einzig Mögliche. Kollektive
Kehrtwendungen, kritische und verstimmte, ermöglichen es den
warmen Strand unter dem Pflaster der Streiks und Erwartungen
wieder zu finden, in Anbetracht dieser wundervollen
Erfahrung, deren Spuren unsere Zeit immer noch prägen.
|
Es ist höchste Zeit
sich den Mai 68 wieder anzueignen, die Realitäten hinter den
Mythen zu entdecken: den proletarischen Mai (des
Generalstreiks und der Fabrikbesetzungen), den Mai der
studentischen Commune, den Mai der beschrifteten Wände, den
Mai der Barrikaden, die die Straßen sperrten, aber neue Wege
freimachten. Den Mai, der die Grundlagen legte für die
Befreiung und die sozialen und gesellschaftlichen
Veränderungen, die im darauf folgenden Jahrzehnt erkämpft
wurden. Den Mai, dessen Wind über Berlin, Prag, Mexico oder
Turin wehte und der Hoffnungen weckte und Kritik ermöglichte
an der Welt, ihren Normen und Selbstverständlichkeiten.
VerlegerInnen,
Zeitschriften, Internetseiten, Buchhandlungen, Institute,
Stiftungen, kulturelle Zentren und Räume versuchen die Welt
zu interpretieren, um die Ordnung der Dinge zu verändern.
Gemeinsam schlagen sie vor, im Frühjahr 2008 das Programm
„Mai 68 war nur der Anfang, er ist von dringlicher
Aktualität“ umzusetzten. Dazu dient dieser Aufruf, für
Frankreich und anderswo.
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-
"Meine Schüler finden es irre, dass
ich Hippie war". Er war mit
Rudi Dutschke
befreundet, kämpfte beim SDS für die Revolution und lebte als
umherschweifender Haschrebell in Charlottenburg.
Günter Langer
war vor 40 Jahren mittendrin. Wie sieht er 68 heute?
Interview:
Nina Apin
(taz,
14.4.08).
-
Toni Negri:
1968
antizipiert den "Anfang vom Ende" dessen, was
Eric Hobsbawm
das "kurze Jahrhundert" nennt, jenes seltsame 20. Jahrhundert, das
1917 begann, mit der Russischen Revolution, und das 1989 endete, mit
dem Fall der Berliner Mauer. Der Beginn von 1989 ist für mich 1968,
und wer das nicht verstanden hat, versteht auch nicht viel von der
Geschichte des Jahrhunderts, das wir hinter uns gelassen haben. ...
Wir hatten in den Jahren um 1968 nicht einen
Benno Ohnesorg
wie in Deutschland – wir hatten einen pro Woche. Außerdem begann die
faschistische Rechte mit Verbindungen zur Armee, zu einem korrupten
Teil der Geheimdienste und vor allem zu gewissen Mitgliedern der
Regierung, Bomben zu legen. Diese
Terrorkampagne sollte das
Land durch Angst "stabilisieren" und den Veränderungswillen
blockieren. (TP, 15.3.08).
-
Ritter-Sport.
Porträt einer 68er-Kapitalistin. Marli Hoppe-Ritter. von Hannes
Koch. Der Aufbruch von 1968 ist ein fester
Bestandteil ihrer Identität.(taz, 23.2.08).
-
Ein dreister Betrug.
Götz Aly fälscht
Bernd Rabehl, um die 68er zu diffamieren.
(Siehe auch weitere Dokus zu Aly).
-
British writer Hari
Kunzru’s third novel, “My
Revolutions,” is an extraordinary autumnal depiction of
a failed ’60s radical: "They decide to mount a spectacle of bombings.
They no longer care if society changes as long as it pays attention.
At this point, the novel enters its death zone, where utopians make
the surprisingly short transit to terrorists. “We began to judge
ourselves by our willingness to take risks,” Carver says. After a
series of increasingly unnoticed bombings, several radicals,
including Anna, form an alliance with a Marxist-Leninist
Palestinian organization." (Will Blythe, NYT, 10.2.08).
-
RAF - Deutscher Herbst. 30 Jahre danach.
2008 Beugehaft:
Die Generalbundesanwältin hat Beugehaft gegen frühere RAF-Mitglieder
beantragt. Will die Justiz von ihrer Rolle bei deren Verurteilung
vor über 25 Jahren ablenken? Von Hans-Georg Schulz
(junge welt, 10.3.08). Als bereits für diese Tat Verurteilte, so die
Argumentation der BAW, müssen die drei als Zeugen aussagen und
können sich nicht auf ein Zeugnisverweigerungsrecht nach Paragraph
55 der Strafprozeßordnung berufen. Danach darf eine Aussage
verweigern, wer sich damit selbst belasten könnte. Aufschluss könnte
die Aussage von Verena Becker leisten, doch die hat
die Bundesanwaltschaft angeblich verbummelt und der
Verfassungsschutz rückt sie auf Anweisung Schäubles
nicht raus. Kann der Staat jemanden verfolgen, wenn er gleichzeitig
seine eigenen Erkenntnisse aus opportunen Gründen verheimlicht?
Das Bündnis gegen Beugehaft ruft zu
einer Demonstration in Hamburg auf: Sonnabend, 22. März, 14 Uhr,
Rote Flora, Schulterblatt
-
40 Jahre Ermordung von
Benno Ohnesorg.
-
68,
Gewalt
und Antisemitismus -
Dutschke,
SDS,
Guerilla,
Tupamaros,
Bewegung 2. Juni,
RAF
-
Teil 1: Die Kraushaardebatte
(2005).
- Teil 2: Die Köhlerdebatte
(2007).
-
Deutsche Kämpfer in Vietnam an der Seite Ho Tschi Minhs.
Brigitte Spitz zum Buch von Heinz Schütte:
Zwischen den Fronten. Überläufer zum Viet Minh. Logos Verlag, Berlin
2006, 381 Seiten, 39 Euro (FR, 25.5.07).
-
Neugründung des SDS?
Wir sind skeptisch, ob
trotzkistische Kader im Verein mit der "neuen" Partei "Die Linke"
daraus wirklich dem Namen gerecht werden können. Wir bieten Material
dazu auf einer Spezialseite.
Die Gruppe bereitet einen 68er Kongress in der Zeit vom
01.-04. Mai in Berlin
vor:
Projektentwurf
für den 1968-Kongress
Neugründung auch in den USA:
SDS, New and Improved. SDS
reforms at University of Chicago convention. (Adam
Doster, In These Times, 25.8.06).
-
Günter Grass:
«Was
wir brauchen, ist ein neues '68!». Eine neue Revolte
also, wie vor 40 Jahren. Denn «der zweite Versuch, in Deutschland
eine Demokratie zu begründen, ist gefährdet» angesichts von
«Lobbyisten, die das Parlament umzingeln und die Gesetze
mitschreiben», rief Günter Grass in gewohnter Leidenschaft am
Freitagabend in der Berliner Akademie der Künste den Zuhörern im
vollen Saal zu, darunter Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse
(SPD). «Die Weimarer Republik hat nicht genügend Bürger gehabt, die
sie schützen wollten, und davor stehen wir heute wieder!» Nur: «Wo
sind die Revolutionäre geblieben?...Was ist zum Beispiel aus einem
Biermann geworden - ein Ja-Sager!» (netzeitung, 07. Juni 08).
-
Theater in der Uni Mainz:
Hurra, wir spielen 1968! (taz, 8.7.08). "Wir wollen nix".
-
Ines Lehmann :
Der
Zorn der alten Frauen…. ALLE ZEHN JAHRE WIEDER...
„68“ wird 40
Eine Polemik
-
Annelie Keil,
eine 68igerin, Ex-Dekan der Uni Bremen:
Wie wir wurden, was wir sind.
Generationserfahrung als biografischer Prozess: Das bedeutete immer
wieder neu, Zusammenhänge zwischen der Bewegung in all ihren Formen
und sich selbst zu stiften und zu überprüfen. Das Gefühl, auch
international in einem Generationszusammenhang zu stehen und zu
neuen Ufern aufbrechen zu können, war mit Ereignissen wie »Pariser
Mai«, »Prager Frühling«, »Black Power Bewegung«, »Free Speech
Movement« verbunden und forderte dazu heraus, inhaltlich Stellung zu
beziehen und nach Aktionsmöglichkeiten zu suchen, die im Kontext der
internationalen Solidarität die notwendigen Konsequenzen für die
eigenen Bewegungen im Auge hatte.... Ich bin zutiefst dankbar für
die Erkenntnisse und Träume, die ich meinen Erfahrungen in der
Kriegskinder- und 68er-Generation verdanke. Sie machen auch das
Älterwerden leichter!
-
Die Filmemacherin
Renate Sami erzählt:
Alle waren antiautoritär. (taz, 26.5.08).
Renate Sami, 1935 in Berlin geboren, ist
Filmemacherin. Sie lebt in Berlin und ist seit Anfang der
Siebzigerjahre mit Dorothea Ridder befreundet. "Und
dann hatte damals der Präsident Nixon - ohne die
Zustimmung des Kongresses - plötzlich auch noch Truppen nach
Kambodscha einmarschieren lassen. Überfallartig, das war ein
neutrales Land. Das war der Gipfel! Statt den Vietnamkrieg zu
beenden, überfällt er jetzt auch noch Kambodscha. Und in dieser
Nacht, vor fast genau 38 Jahren im Mai 1970, ging also die Kunde
herum in allen Wohngemeinschaften hier. Man versammelte sich und
wollte eben dagegen protestieren. Es kamen spontan ganz viele Leute.
Und in dieser Nacht hat dann die Polizei vollkommen wahllos Leute
überprüft, die irgendwie in dieses Raster passten: Automarke,
Frisur, Aussehen. Eben alle, die so unterwegs waren, Autofahrer,
Mopeds, Motorradfahrer. Wir kamen Stunden später in eine Kontrolle,
weit ab vom Amerika-Haus, in der Hauptstraße in Schöneberg. wir
waren mit einem Jungen, Karl Heinz Wierzejewsky, im
Auto unterwegs. Uli Fischer und ich. Uli
Fischer war Asta-Vorsitzender an der FU.
Mir wurde dann auch vorgeworfen, am Amerika-Haus
menschengefährdende Brandstiftung begangen zu haben.
Da war aber gar nichts dran. Das hat
aber nichts geändert. Ein Jahr haben sie uns festgehalten, in
"Untersuchungshaft". Man hätte uns natürlich auch auf freiem Fuß
lassen können, bis zur Klärung der Vorwürfe, aber wir blieben
eingesperrt, wegen "leicht löslicher Wohnverhältnisse". Das
bedeutete, unsere Lebens- und Wohnverhältnisse wurden als absolut
provisorisch betrachtet, eben so, dass wir sie jederzeit hätten
aufgeben und die Flucht ergreifen können... Ich war zuerst in der
Kantstraße inhaftiert, dann ein halbes Jahr im Gefängnis Moabit, und
ein weiteres halbes Jahr im Frauengefängnis Lehrter Straße. Immer in
Einzelhaft. Die ersten Tage sind die schlimmsten. Man hält es nicht
für möglich und will nur raus! Dann gewöhnt man sich daran. Seltsam
eigentlich. Ich habe gelesen, gearbeitet, habe übersetzt. Also ich
sehe das nicht so als Verlust an, dieses Jahr....Verteidigt
hat uns das Anwaltskollektiv: Ströbele, Eschen, Schily
… das war unglaublich wichtig, dass es dieses Anwaltskollektiv gab.
Nicht nur politisch beziehungsweise für den juristischen Beistand,
auch menschlich. Also Eschen hat mich immer besucht im Knast,
Spangenberg auch. Und neulich habe ich mal die
Prozessakten nach langer Zeit wieder gelesen und ich habe
festgestellt, dass der Otto Schily einen ganz
tollen Schriftsatz verfasst hat, wo er zum Beispiel Nixon
als Zeugen fordert, die ganze amerikanische Regierung - ja, in
unserem Prozess. Es ist wirklich ein sehr guter Schriftsatz. Wir
sind dann zu einem Jahr verurteilt worden. Sind in die Revision
gegangen und erst da gab's den Freispruch."
Gespräche in Caputh. Drei Freunde von Dorothea Ridder
erzählen. VON GABRIELE GOETTLE
(taz, 7.7.08).
Höge sagt: "Also
die Leute, die ich kenne, als Patienten, die meinen, sie war die
beste Ärztin in Berlin." Geschichten über Manfred Grashof,
Philip Sauber u.a
-
-
Schirmherr
Rainer Langhans verleiht History-Award 2008 an Schüler aus Münster.
Langhans: „Internet ist die gelebte Kommune von heute“
München, 25. Juni 2008
- Der
„History-Award 2008“ wurde gestern von
Schirmherr Rainer Langhans an Schüler des Pascal-Gymnasiums Münster
in deren Heimatstadt überreicht. Ihr Projekt
„Münster – eine
Provinzhauptstadt in den 68ern“ zum
Wettbewerbsthema „1968-2008 - Jugend zwischen Politik und
Lebensgefühl“ fand die größte Zustimmung der siebenköpfigen Jury.
Anhand eines Films vergleichen die Schüler die Demonstrationen
Jugendlicher gegen Rechtsradikalismus aus den Jahren 1969 und 2006
und erörtern deren jeweilige Motivation und die Folgen. „Den
Schülern ist es gelungen, am Beispiel zweier
Anti-Nazi-Demonstrationen in Münster, die eine 1969, unmittelbar in
der bewegten Zeit nach „’68“, die andere im Jahre 2006, das
aufzuzeigen, was vier Jahrzehnte nach Benno Ohnesorg und den
Ausschreitungen in Berlin von den Zielen, den Idealen und den
Errungenschaften der Jugend von damals noch Bestand hat.“, so Juror
Helmut Markwort (FOCUS) zum Beitrag aus Münster. Jurykollege Prof.
Guido Knopp (ZDF) lobte den Beitrag aus Münster als „hervorragende
historisch-politische Fallstudie“, während Prof. Johannes Moser von
der Ludwig-Maximilians Universität München „die guten Recherchen,
die Verbindung von lokalen Ereignissen und überregionalen
Zusammenhängen sowie die interessanten Interviews mit Zeitzeugen“
überzeugten. Ähnlich positiv äußerten sich die weiteren
Jurymitglieder Dr. Christian Hartmann (Institut für Zeitgeschichte),
Prof. Nada Boskovska (Universität Zürich) und Dr. Peter Lautzas
(Deutscher Geschichtslehrerverband).
Rainer Langhans
lobte in seiner Rede als Schirmherr
den Beitrag aus Münster als didaktisch wertvolle Dokumentation.
Gleichzeitig wünschte er sich eine noch stärkere gedankliche
Auseinandersetzung der Schüler mit ihrer eigenen Rolle als
„Hauptprofiteure der Kulturrevolution“ und regte an, sich diese noch
mehr zunutze zu machen. Dies sei vor allem im Internet möglich -
laut Langhans die gelebte Kommune von heute. (vgl
Focus, 25.6.08).
-
At a Roadside Vigil, an
Iconic Voice of Protest: Pete Seeger, now 89
years old and demonstrating against the war in Iraq. (NY Times,
22.6.08).
-
Lasst
das revolutionäre Layout sprechen! "Agit 883"
Als die
Revolte texten lernte: In den Jahren zwischen 1969 und 1972
agitierte das Anzeigenblatt "Agit 883" - eine der bedeutendsten
Publikationen der undogmatischen und radikalen Linken der Zeit. Ein
neuer Sammelband dokumentiert die Ausgaben und erläutert die
Zusammenhänge ihres Entstehens. VON ANSGAR WARNER (taz
4.12.06).
Erschienen ist das Buch im
AssoziationA-Verlag.
Dort auch Inhaltsverzeichnis und Rezensionen online.
Die taz ergänzt im "Hausmeisterblog" die Beschäftigung mit der 883
in Bezug auf den in ihr publizierenden
"Zentralrat der umherschweifenden Haschrebellen":
“Über
die Mentalität umherscheifender Rebellenhaufen”

Nach dem Mord an Benno Ohnesorg am 2. Juni 1967 Demo in
München
Aktuelles
z.B.:
Kommunismus
mit Rebhühnern und Wachteln. Kommentar von Henryk Broder zu:
Bettina Röhl: So
macht Kommunismus Spass! Ulrike Meinhof, Klaus Rainer Röhl und die
Akte Konkret, EVA, Hamburg 2006, ca. 600 Seiten, 29,80 Euro
Die
Wiederentdeckung der Ulrike Meinhof. Ihre Tochter, Bettina
Röhl, legt 2006 ihre Biografie vor: "So macht der
Kommunismus Spaß", in der EVA, 29,80 Euro, 600
S., 100 Fotos.
Post
scriptum zum Nachruf auf Bodo Saggel: Haschrebell
gegen Antisemitismus
Archivnutzungs-
und Hausverbot gegen den Wissenschaftler Markus Mohr im Reemtsma-Institut.
Mohr forschte dort bezüglich der Bombe im Jüdischen
Gemeindehaus
Eight
Miles High
- Verfilmung der vielseitigen Lebensgeschichte Uschi Obermaiers
während der 60er und 70er Jahre: erstes deutsches
"Supermodel", Kommune, Studentenrevolution,
Rolling Stones, Hamburger Kiez
Sex
mit dem Leben - Der Uschi-Film ist fertig gedreht (Spiegel-online,
4.5.06)
Gewalt
und Antisemitismus - Dutschke, SDS, RAF und Tupamaros
Wann
kommt die Rudi-Dutschke-Straße?
Marianne Birthler: "...die
jahrhundertealte autoritäre, hierarchische Tradition, die in der DDR
nie gebrochen wurde, spielt (bei der starken Verbreitung des
Rechtsradikalismus im Osten Deutschlands) eine Rolle. Den
Emanzipationsschub, den die Bundesrepublik 1968 erlebt hat, den gab es
in der DDR nicht". (Interview
in der Berliner Zeitung vom 7.5.05)
Klaus Meschkat
antwortet Kraushaar: Rudi Dutschke und
die Gewalt
Rudi der "Terrorist":
Reemtsma und Kraushaar gefällt die ganze Richtung nicht:
Rudi Dutschke, Andreas Baader und die RAF lautet
der Titel ihres schmalen Bandes (Hamburger Edition, Hamburg 2005,
143 Seiten, 12 Euro),
Dazu: THOMAS MEDICUS in der FR vom
28.1.05: Machterfahrung
Gewalt
Rudi
Dutschke stand für Gewalt
behauptet auch Gerd Langguth
(tgsp.26.1.05)
Berliner
Posse um Forderung nach Rudi-Dutschke-Straße (freenet, 29.1.05)
Die Berliner Kochstraße wird aller Voraussicht
nach in Rudi-Dutschke-Straße
umbenannt (Spiegel-online, 23.12.04)
"Wie wärs mit Rudi-Dutschke-Airport"
(taz 8.1.05)
Helke
Sander: "Rudi tanzte nicht gut"
Rudi Wer?
Kein Dämon,
kein Heiliger (Stefan Reinecke)
Jutta Ditfurth:
"Er wollte Emanzipation"
"Rudi wäre
grüner Spitzenmann"
Es ist doch
Dutschkes Ding (Barbara Sichtermann)
"Es gibt
keinen Nachfolger"
(alles und mehr in Rudi-taz 24.12.04)
Der Kulturkampf
um "die 68er" ist auch ein Streit um das emotionale
Erbe des Nationalsozialismus
Ute Scheub (taz 13.12.04) zu Rüdiger Stuckart und
anderen
HORST-EBERHARD RICHTER (taz 27.10.04): Die
RAF war Teil eines deutschen Familienromans, in dem die Kinder
unbewusst Aufträge der Eltern ausführten.
Jan Philipp Reemtsma (taz 16.10.04): "Selbst
zum Projektil werden". Diese RAF-Formulierung wäre auch
in der Gruppe um den 11.-9.-Attentäter Mohammed Atta möglich gewesen.
Literatur
zum Komplex (taz 16.10.04), z.B. Wolfgang Kraushaar: "Die
RAF und die Herausforderung der Demokratie (1970-1998)".
68
- mea culpa. Replik auf das Verdikt der
Sophie Dannenberg von
Günter Langer
-
Elisabeth
Käsemann, Soziologiestudentin an FU Berlin, Kontakt zum SDS,
verschollen in Argentinien
-
Abschied von Johannes Agnoli
-
Ekkehart Krippendorff,
Rot war die Farbe dieses bunten Vogels. Rebellieren
ist immer gerecht.
- Joachim
Bruhn: Das Einfache des Staates
- Christoph Jünke:
Ein
Zyniker war er nie
- Wolf-Dieter Narr, Der
Orientierungspunkt des Maulwurfs
- ND, Das Prinzip gilt
- indymedia, Umbenennung des OSI
- Michael Jäger, Er
lacht
- Johannes Agnoli, Eine
Situation des Bruchs, Interview mit Christoph Jünke
-
Am
22.2.2003 verstarb Heide Berndt -
Nachrufe
Heide Berndt:
- Was
heißt kritische Theorie der Gesellschaft heute?
- Psychoanalyse
und Revolte - Ringvorlesung 1988
Peter
Tautfest: "Viel habe ich zu verlieren sehr viel. Ich habe
ordentlich gekämpft. Jetzt will ich nicht mehr. Vom
Strecken der Waffen geht eine Beruhigung und ein Seelenfrieden aus."
-
PETER TAUTFEST
in taz magazin
1 Danke
für die Anteilnahme, 9.6.2001, 70 Zeilen,
2 Ich
habe Krebs, 2.6.2001, 198 Zeilen,
3 der
letzte stand 2.6.2001, 26 Zeilen,
4 editorial
2.6.2001, 15 Zeilen
-
Im
Netz der Gedichte.
Gefangen in Prag nach 1968.
von Sibylle Plogstedt (Besprechung
ihres neuen Bandes von Jürgen Werth u.a.)
- Starbuck
- Holger Meins. Ein Porträt als Zeitbild.
von Gerd Conrad (Buchempfehlung)
Starbuck - Holger Meins
der Film
von Gerd Conradt läuft ab 23.5.2002 in den Kinos: Vorführtermine
-
Aufruf
zur Hilfe für Forschungsprojekt:
Transatlantische Interaktion zwischen SDS(USA) und SDS(D)
-
Straight
From the Sixties.
What Conservatives Owe the Decade They Hate
By Todd
Gitlin, (SDS/USA),
1996
- Was ist
einem 68er peinlich, wofür muss er sich entschuldigen?
Rainer Langhans
- Kommune
1 - heute: Big Brother?
Christa Ritter und Rainer Langhans
- Fragebogen:
"Die 68iger-Revolutionärer Anspruch damals und bürgerliche
Existenz heute?" von Gabi Müller
- Peter Furth
und Peter Novick:
Der "epigonale Antifaschismus" und die "Ideologisierung
des Holocaust" angeschaut von Günter
Langer
- Protesterklärung
der 68er gegen Zensur auf dem Benno-Ohnesorg-Kongress
1997 in der TU-Berlin
- Krieg
in den Köpfen: Vietnam und Kosovo
von Klaus Meschkat
- Die
Ebenen der Politik
Kollektivismus,
Individualismus und neuer Politikbegriff
von Günter Langer
- Bodo Saggel, Der Antijurist
oder die Kriminalität der schwarzen Roben
Nachwort von Bommi Baumann und Günter
Langer
- Nachruf
auf Barbara Collberg
von
Günter Langer
-
Neue Literatur und
Artikel zu 68 - For much more on 68 click here
u.v.m.
in "Aktuelles"
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